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Kulturpolitik und Recht

Modulbezeichnung:
Bezeichnung des Moduls innerhalb des Studiengangs. Sie soll eine präzise und verständliche Überschrift des Modulinhalts darstellen.
Kulturpolitik und Recht
Studiengang:
Studiengang mit Beginn der Gültigkeit der betreffenden ASPO-Anlage/Studienordnung des Studiengangs, in dem dieses Modul zum Studienprogramm gehört (=Start der ersten Erstsemester-Kohorte, die nach dieser Ordnung studiert).
Kulturmanagement, Master, SO 01.10.2026
Code: KMM-230
SWS/Lehrform:
Die Anzahl der Semesterwochenstunden (SWS) wird als Zusammensetzung von Vorlesungsstunden (V), Übungsstunden (U), Praktikumsstunden (P) oder Projektarbeitsstunden (PA) angegeben. Beispielsweise besteht eine Veranstaltung der Form 2V+2U aus 2 Vorlesungsstunden und 2 Übungsstunden pro Woche.
4VU (4 Semesterwochenstunden)
ECTS-Punkte:
Die Anzahl der Punkte nach ECTS (Leistungspunkte, Kreditpunkte), die dem Studierenden bei erfolgreicher Ableistung des Moduls gutgeschrieben werden. Die ECTS-Punkte entscheiden über die Gewichtung des Fachs bei der Berechnung der Durchschnittsnote im Abschlusszeugnis. Jedem ECTS-Punkt entsprechen 30 studentische Arbeitsstunden (Anwesenheit, Vor- und Nachbereitung, Prüfungsvorbereitung, ggfs. Zeit zur Bearbeitung eines Projekts), verteilt über die gesamte Zeit des Semesters (26 Wochen).
6
Studiensemester: 2
Pflichtfach: ja
Arbeitssprache:
Deutsch
Studienleistungen (lt. Studienordnung/ASPO-Anlage):
Klausur
Prüfungsart:
Klausur

[letzte Änderung 01.05.2026]
Prüfungswiederholung:
Informationen bzgl. der Prüfungswiederholung (jährlich oder semesterweise) finden Sie verbindlich in der jeweiligen ASPO Anlage.
Verwendbarkeit / Zuordnung zum Curriculum:
Alle Studienprogramme, die das Modul enthalten mit Jahresangabe der entsprechenden Studienordnung / ASPO-Anlage.

KMM-230 Kulturmanagement, Master, SO 01.10.2026 , 2. Semester, Pflichtfach
Arbeitsaufwand:
Der Arbeitsaufwand des Studierenden, der für das erfolgreiche Absolvieren eines Moduls notwendig ist, ergibt sich aus den ECTS-Punkten. Jeder ECTS-Punkt steht in der Regel für 30 Arbeitsstunden. Die Arbeitsstunden umfassen Präsenzzeit (in den Vorlesungswochen), Vor- und Nachbereitung der Vorlesung, ggfs. Abfassung einer Projektarbeit und die Vorbereitung auf die Prüfung.

Die ECTS beziehen sich auf die gesamte formale Semesterdauer (01.04.-30.09. im Sommersemester, 01.10.-31.03. im Wintersemester).
Die Präsenzzeit dieses Moduls umfasst bei 15 Semesterwochen 60 Veranstaltungsstunden (= 45 Zeitstunden). Der Gesamtumfang des Moduls beträgt bei 6 Creditpoints 180 Stunden (30 Std/ECTS). Daher stehen für die Vor- und Nachbereitung der Veranstaltung zusammen mit der Prüfungsvorbereitung 135 Stunden zur Verfügung.
Empfohlene Voraussetzungen (Module):
Keine.
Als Vorkenntnis empfohlen für Module:
Modulverantwortung:
Prof. Dr. Jörg Abbing
Dozent/innen:
Prof. Dr. Jörg Abbing
Professor/innen des Studiengangs
wechselnde Dozierende


[letzte Änderung 01.05.2026]
Lernziele:
Die Studierenden sind in der Lage:
o        das System der kulturpolitischen Steuerung in der Bundesrepublik, den Ländern und Kommunen und können die rechtlichen und politischen Grundlagen zu skizzieren,
o        die Möglichkeiten der kulturpolitischen Gestaltung(-sfähigkeit) auf der lokalen, regionalen und interregionalen Ebene und können Abwendungsbeispiele darzustellen.
o        erste Einblicke in die Grundlagen der Kulturpolitik und den kulturpolitischen Sektor zu gewinnen, dessen Besonderheiten im Vergleich zu anderen Politikfeldern zu verstehen und diese verständlich darstellen zu können,
o        die spezifischen Fragestellungen der Kulturpolitik analysieren und diese präsentieren zu können,
o        ein sektorenübergreifendes Verständnis für zielgruppenorientierte Kulturpolitik unter Berücksichtigung der zielgruppenspezifischen Zugänge zu Kultur zu entwickeln und für verschiedene Zielgruppen exemplarisch sektorenspezifische, kulturpolitische Konzepte zu entwerfen und Umsetzungsschritte zu planen und diese vor der Gruppe zu präsentieren,
o        einen ersten Einblick in die ökonomischen und sozialen Dimensionen des Kulturmanagements zu gewinnen und diese in einen größeren gesellschaftspolitischen Zusammenhang zu stellen,
o        die Arbeit von kulturpolitischen Akteuren - auch im Netz zu kennen und Strategien der Nutzung der kulturpolitischen Arbeit in Kommune, Land und auf Bundesebene sowie im Netz anhand von Beispielen darstellen zu können.
 
o        die für Kulturmanager wichtigen Grundlagen des deutschen Zivilrechts zu erläutern, selbstständig mit Gesetzestexten umzugehen, die einzelnen Vorschriften auszulegen und sie
zueinander in Bezug zu setzen,
o        rechtliche Rahmenbedingungen insb. Grundlagen des deutschen Veranstaltungsrechts zu erläutern und auf konkrete Fälle anzuwenden,
o        selbständig mit Gesetzestexten umzugehen, die einzelnen Vorschriften auszulegen und sie zueinander in Bezug zu setzen,
o        Rechtsbeziehungen zwischen den Stakeholdern des Kulturbetriebes zu analysieren und anhand aktueller rechtlicher Vorgaben und Gesetze zu bewerten.
o        Grundverständnis der wichtigsten Rechtsgebiete im Kulturbereich (z. B. Zivilrecht, öffentliches Recht, Urheberrecht) entwickeln
o        Fähigkeit erlernen, rechtliche Fragestellungen im Arbeitsalltag zu erkennen und einzuordnen
o        Kenntnisse zu Vertragstypen im Kulturbereich (Werkvertrag, Dienstvertrag, Lizenzvertrag etc.) zu erlernen und das Risiken sowie typische Klauseln zu erkennen und zu bewerten
o        Rechte und Pflichten von Urhebern, Künstlern und Verwertern kennen und in der Vertragspraxis berücksichtigen


[letzte Änderung 01.05.2026]
Inhalt:
 
Das Modul stellt den Kulturbetrieb als Teil seiner politischen und rechtlichen Umwelt dar.
 
o        Begriffe, Ebenen, Arbeitsfelder und Akteure von Kulturpolitik, Bedeutung, Einordnung in die Gesellschaftspolitik, Abgrenzung zur Bildungspolitik, Stand der Forschung und Lehre
o        Geschichte, Entwicklung, Theorien und Beispiele für Kulturpolitik in der Bundesrepublik (Bund, Länder und Gemeinden), und in Europa
o        Deutsch-Französische Kulturpolitik, insb. im Bereich SaarLoLux
o        Kulturpolitik in der digitalen Gesellschaft: Netz         Macht - Kultur Kulturpolitik und Kulturmanagement: Spannungsverhältnisse und Chancen
 
Die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Regelungen des Veranstaltungsrechts werden anhand aktueller Erkenntnisse aus Forschung und Praxis tiefgreifend erläutert und diskutiert. Hierzu zählen bspw.
•        Rechtsordnung, Aufbau der Gerichtsbarkeit
•        Rechtssubjekte des Privatrechts (Personen, Verbraucher, Unternehmer, Kaufmann)
•        Rechtsgeschäftslehre        (Willenserklärung,        Rechtsgeschäfte         allgemein,        Verträge,
Abstraktionsprinzip)
•        Einbeziehung und Grundzüge der Inhaltskontrolle von AGB
•        Grundzüge des Urheber-, Marken-, Design- und Wettbewerbsrechts, des Allgemeines Persönlichkeitsrecht und des Rechts am eigenen Bild
•        Presse- und Medienrecht für kulturelle Institutionen
•        Rechtsbeziehungen zwischen Veranstalter, Künstler und Besucher
•        Grundlagen des Vertragsrechts, einschließlich des Werk- und Dienstrechts
•        Leistungsstörungen, insbesondere Gewährleistung und Haftung, einschließlich versicherungsrechtlicher Aspekte
•        Verwertungsgesellschaften und Tantiemenzahlungen
•        Künstlersozialkasse und Künstlersozialabgabe
•        Polizei- und Ordnungsrecht im Zusammenhang mit (kulturellen) Events
•        Fördermittelrechtliche Grundlagen
•        Rechtliche Aspekte bei der Nutzung von Künstlicher Intelligenz, insbesondere genAI
 
Durch Fallstudien werden die Anwendung des Erlernten und ein realistischer Blick auf die aktuelle Berufspraxis im Kulturbetrieb ermöglicht.
Des Weiteren werden wissenschaftliche Texte und theoretische Ansätze zu wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen erarbeitet und diskutiert.


[letzte Änderung 01.05.2026]
Weitere Lehrmethoden und Medien:
Seminaristische Vorlesung
Fallstudien (ggf. Exkursionen) Rollenspiele
Gruppen- und Projektarbeit (eigenständige Konzeptentwicklung sowie Präsentation und ggf. Umsetzung)
Diskussion mit Studierenden und auch Externen
Präsentationen und Erstellung von Dokumentationen/schriftlichen Ausarbeitungen
Anhand von ausgewähltem Datenmaterial und Fallstudien werden die Studierenden zu einer selbstständigen Entwicklung von Konzepten sowie deren Umsetzung und Reflexion angeleitet


[letzte Änderung 01.05.2026]
Literatur:
 
o        Berger, P.A., Hitzler, R. (Hrsg.) (2010), Individualisierungen. Ein Vierteljahrhundert jenseits von Stand und Klasse?, VS Verlag, Wiesbaden.
o        Betz, G. u.a. (2011), Urbane Events, VS Verlag, Wiesbaden.
o        Elias, N. (1976), Über den Prozess der Zivilisation, Suhrkamp, Frankfurt.
o        FAQ Künstlersozialkasse (o.J.), Informationen für Künstler und Publizisten, online verfügbar unter: https://www.kuenstlersozialkasse.de/kuenstler-und-publizisten/faq-kuenstler-und-publizisten (Zugriff am: 31.08.2025).
o        Fuchs, M. (2007), Kulturpolitik, VS Verlag, Wiesbaden.
(siehe auch: www.akademieremscheid.de – Download von Texten)
o        Fuchs, M. (1998), Kulturpolitik als gesellschaftliche Aufgabe. Eine Einführung in Theorie, Geschichte, Praxis, Westdeutscher Verlag, Opladen/Wiesbaden.
o        Führich, E., Werdan, I. (o.J.), Wirtschaftsprivatrecht in Fällen und Fragen, Vahlen, München.
o        Haferkamp, H. (Hrsg.) (1990), Sozialstruktur und Kultur, Suhrkamp, Frankfurt.
o        Hirsch, C. (o.J.), Der Allgemeine Teil des BGB, Nomos, Baden-Baden.
o        Hitzler, R. u.a. (2011), Eventisierung. Drei Fallstudien zum marketingstrategischen Massenspaß, VS Verlag, Wiesbaden.
o        Hitzler, R. u.a. (2010), Leben in Szenen. Formen juveniler Vergemeinschaftung heute, VS Verlag, Wiesbaden.
o        Hoeren, T. (2025/26), Internetrecht, 5. Aufl. (voraussichtlich), De Gruyter, Berlin.
o        Honer, A. u.a. (Hrsg.) (2010), Fragile Sozialität. Inszenierungen, Sinnwelten, Existenzbastler. Zum Werk von Ronald Hitzler, VS Verlag, Wiesbaden.
o        Institut für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft (Hrsg.) (lfd.), Jahrbuch für Kulturpolitik, Klartext Verlag, Bonn/Essen.
o        Klein, A. (2009), Kulturpolitik. Eine Einführung, 3. Aufl., VS Verlag, Wiesbaden.
o        Lissek-Schütz, E. (2007), Kulturpolitik seit der Wiedervereinigung. Bilanz und Perspektiven, in: Handbuch Kultur-Management-Politik, Kap. B 1.2, Raabe/Klett Verlag, Stuttgart/Berlin.
o        Kulturpolitische Gesellschaft (Hrsg.) (lfd.), Kulturpolitische Mitteilungen, Bonn.
o        Kulturpolitische Gesellschaft (Hrsg.) (lfd.), Jahrbuch für Kulturpolitik, Klartext Verlag, Essen.
o        Kurz, A., Kehrl, M., Nix, F. (2015), Praxishandbuch Theater- und Kulturveranstaltungsrecht, 2. Aufl., C.H. Beck, München.
o        Loewenheim, U. (2021), Handbuch des Urheberrechts, 3. Aufl., C.H. Beck, München.
o        Lynen, J. (2012), Kunstrecht 1: Grundlagen des Kunstrechts, Springer VS, Wiesbaden.
o        Michow, H., Ulbricht, A. (2024), Handbuch Veranstaltungsrecht, 2. Aufl., C.H. Beck, München.
o        Moebius, S. (2012), Kultur. Von den Cultural Studies bis zu den Visual Studies: Eine Einführung, transcript, Bielefeld.
o        Moebius, S. (2020), Kultursoziologie, 3. Aufl., UTB, Stuttgart.
o        Moebius, S., Nungesser, F., Scherke, K. (Hrsg.) (2019), Handbuch Kultursoziologie, Springer VS, Wiesbaden.
o        Moser, S., Scheuermann, T., Drücke, T. (2018), Handbuch der Musikwirtschaft, 7. Aufl., C.H. Beck, München.
o        Neumann, S. (o.J.), Rechtslexikon BGB, C.F. Müller, Heidelberg.
o        Pfeffer, T., Rauter, C. (2020), Handbuch Kunstrecht, 2. Aufl., Manz Verlag, Wien.
o        Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (Hrsg.) (1990), Einigungsvertrag. Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR über die Herstellung der Einheit Deutschlands, Bonn, 6. September 1990.
o        Scheytt, O. (2008), Kulturstaat Deutschland. Plädoyer für eine aktivierende Kulturpolitik, transcript, Bielefeld.
o        Scheytt, O. (2010), Kulturpolitische Leitbegriffe, in: Handbuch Kultur-Management-Politik, Kap. B 1.7, Raabe/Klett Verlag, Stuttgart/Berlin.
o        Schwencke, O. u.a. (2008), Kulturpolitik von A bis Z. Ein Handbuch für Anfänger und Fortgeschrittene, B&S Verlag, Berlin.
o        Simmel, G. (1992), Soziologie. Untersuchungen über die Formen der Vergesellschaftung, Suhrkamp, Frankfurt.
o        Vögl, F., Bisset, K., Patsch, A. (2024), Praxishandbuch Veranstaltungsrecht, 3. Aufl., LexisNexis Verlag, Wien.
o        Weidemann, A. u.a. (Hrsg.) (2010), Wie lernt man interkulturelle Kompetenz? Theorien, Methoden und Praxis in der Hochschulausbildung. Ein Handbuch, transcript, Bielefeld.


[letzte Änderung 01.05.2026]
[Mon Jun 15 22:16:44 CEST 2026, CKEY=kkur, BKEY=kmm5, CID=KMM-230, LANGUAGE=de, DATE=15.06.2026]