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Einführung in die BWL

Modulbezeichnung: Einführung in die BWL
Studiengang: Mechatronik/Sensortechnik, Bachelor, ASPO 01.10.2012
Code: MST.BWL
SWS/Lehrform: 2V (2 Semesterwochenstunden)
ECTS-Punkte: 2
Studiensemester: 2
Pflichtfach: ja
Arbeitssprache:
Deutsch
Prüfungsart:
Klausur
Zuordnung zum Curriculum:
MST.BWL Mechatronik/Sensortechnik, Bachelor, ASPO 01.10.2012, 2. Semester, Pflichtfach
MST.BWL Mechatronik/Sensortechnik, Bachelor, ASPO 01.10.2011, 2. Semester, Pflichtfach
Arbeitsaufwand:
Die Präsenzzeit dieses Moduls umfasst bei 15 Semesterwochen 30 Veranstaltungsstunden (= 22.5 Zeitstunden). Der Gesamtumfang des Moduls beträgt bei 2 Creditpoints 60 Stunden (30 Std/ECTS). Daher stehen für die Vor- und Nachbereitung der Veranstaltung zusammen mit der Prüfungsvorbereitung 37.5 Stunden zur Verfügung.
Empfohlene Voraussetzungen (Module):
Keine.
Als Vorkenntnis empfohlen für Module:
Modulverantwortung:
N.N.
Dozent: N.N.

[letzte Änderung 01.10.2012]
Lernziele:
Ergänzend und vertiefend zur betriebswirtschaftlichen Kostenrechnung wird in dieser Lerneinheit speziell auf die Kostenrechnung in Projekten, wie Projektkalkulation, Projektbutgetierung, Projektkostenüberwachung, Projektcontroling vermittelt. Diese Kenntnisse müssen ab diesem Zeitpunkt in allen weiteren Projekten eingesetzt werden. Damit wird "Kostenbewusstsein" zum integralen Bestandteil des Studiums.
 
Da Ingenieurarbeit die Nutzung betrieblicher Ressourcen beinhaltet, verursacht sie Kosten, die den Preis für das Projekt und letztlich den Mindestpreis für das Produkt bestimmen. Insofern ist Kostenbewusstsein und die Fähigkeit zur Kostenrechung eine wesentliche Voraussetzung für einen Ingenieur in der Wirtschaft. In dieser Lerneinheit werden die Grundlagen der Kostenrechnung vermittelt und später in allen folgenden für das Projekt angewendet.
 


[letzte Änderung 10.04.2011]
Inhalt:
1.        Einführung in die Betriebswirtschaftslehre
Gerade zu Beginn des Studiums stellt die Heterogenität der Studierenden bezüglich ihres Vorwissens in einem bestimmten Fach eine Hürde für den folgenden Lernprozess dar. Dieses Problem wird in der Regel durch eine Einführungsvorlesung gelöst, in der auf Basis eines Frontalvortrages das benötigte Vorwissen in gestraffter Form wiederholt wird.
  
Leider führt diese Vorgehensweise nicht zu dem erwarteten Erfolg. Zum einen sind die Lücken im Vorwissen nur marginal bekannt und daher wird sicherheitshalber das gesamte benötigte Vorwissen in kompakter Form wiederholt. Zum anderen ist der zu wiederholende Stoff damit so umfangreich, dass die Studierenden mit geringem Vorwissen kaum das Vorgetragene nachvollziehen können. Für die kompetenten Studierenden wird diese Wiederholung hingegen schnell langweilig, sie driften geistig ab und verpassen damit auch Inhalte, die ihnen möglicherweise noch fehlen. Lediglich die Gruppe Studierender, die sich weder unter- noch überfordert fühlen, können ideal motiviert werden und effektiv lernen, alle anderen werden in diesem Szenario abgehängt. Eine sinnvollere Unterrichtssituation ergibt sich hingegen, wenn man das in der Gruppe bereits vorhandene Vorwissen klärt. Dabei wird das weitreichendere Wissen der Einen in Bezug auf bestimmte Aspekte genutzt, um das Vorwissen der anderen Studierenden aufzufüllen. Durch diese Vorgehensweise bleiben alle Lernenden aktiviert.
  
Ein weiterer Problempunkt besteht in der Einbindung des Vorwissens der Studierenden in die Vorlesung. Das studentische Basiswissen ist, bedingt durch das Heranwachsen in einer Informationsgesellschaft und der heutigen Medienwelt beträchtlich, leider aber nicht systematisch strukturiert, sondern an Ereignissen, die durch die Medien gegangen sind, orientiert. Dieses Vorwissen ist den meisten Studierenden nicht bewusst und kann somit auch nicht so einfach mit den Inhalten einer Vorlesung, wie sie oben beschrieben wurde, verknüpft werden. Aber insbesondere die Strukturierung von neuem Wissen und die Verknüpfung mit bestehendem Erfahrungswissen ist die Basis für ein nachhaltiges Lernen.
  
Aus diesem Grund wird für die „Einführungsvorlesung“ eine völlig andere Vorgehensweise vorgeschlagen, die mit Erfolg bereits in den letzten vier Jahren erprobt wurde:
  
-        In Gruppenarbeit tragen die Studierenden ihr Vorwissen zusammen, strukturieren die Ergebnisse und stellen sie in einer Mind-Map dar. Anschließend denken sie sich hierzu Beispiele aus und arbeiten diese aus. Die Studierenden entwickeln so „Anker“ mit denen dieses Wissen verknüpft ist und auf die auch künftig zurückgegriffen werden kann, eine Methode im Sinne des Anchored Instruction-Ansatzes. Durch die Wiederholung ihrer Kenntnisse in der Diskussion, die Erarbeitung der Beispiele und die Präsentationsvorbereitung in der Gruppe machen sie sich das bereits Gewusste bewusst und vertiefen ihr Wissen durch die Beiträge der anderen bis hin auf ein bestimmtes Gruppenlevel.
  
-        Anschließend präsentieren die einzelnen Gruppen die Inhalte ihres Vorwissens, wobei die Unterrichtsmethode des Lernens durch Lehren zum Tragen kommt. Dabei kommt es bei den Präsentierenden durch die Wiederholungen zur Verfestigung des bereits Gelernten. Ein weiterer Vorteil ist der Vortrag der Inhalte durch die Studierenden in eigenen Worten. Durch die verständlichere Sprache können die Inhalte bei den Zuhörern besser verarbeitet werden, unterstützt wird dieser Effekt noch durch die Vorstrukturierung der Begriffe in der Netzwerkform der Mind-Map. Die Studierenden lernen, dass ihr eigenes Wissen in Betriebswirtschaftslehre erheblich höher ist, als sie angenommen haben. Dieser Aspekt, sowie die selbständige Bearbeitung des Themas wirken sich sehr motivationsfördernd aus.
  
-        Der Dozent kann durch Intervention während und nach den Vorträgen Prioritäten in der Wissensvertiefung und -erweiterung setzen, wie etwa durch themenbezogene Praxisbeispiele und Hilfen zur Strukturierung der Kenntnisse.
  
-        Gleichzeitig kann er im Situationsansatz Fehler oder Fehleinschätzungen der Studierenden in sito korrigieren, um „Falschlernen“ zu verhindern.
  
-        Indem Studierende, die bereits über vertiefte Kenntnisse im betriebswirtschaftlichen Bereich verfügen, während der Vorträge die präsentierten Inhalte wieder in Mind-Maps zusammenfassen und für die anderen Studierenden aufarbeiten, werden die Ergebnisse der Gruppenarbeiten zusammengefasst.

[letzte Änderung 06.04.2011]
Lehrmethoden/Medien:
1.        e-Learning Module als Vorbereitung
2.        Seminare oder
3.        Work-Shops
4.        e-Learning Module als Nachbereitung incl. interaktive Übungen
5.        Vorträge zu vorgegebenen Themen
6.        Dokumentation von Arbeitsergebnissen
7.        Rollenspiel Existenzgründung
 
 


[letzte Änderung 06.04.2011]
Literatur:
Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Wöhe, Verlag Vahlen
 


[letzte Änderung 06.04.2011]
[Fri Nov 15 18:55:52 CET 2019, CKEY=yeidb, BKEY=mst2, CID=MST.BWL, LANGUAGE=de, DATE=15.11.2019]