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| Code: PIM-ASE |
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2V+2PA (4 Semesterwochenstunden) |
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6 |
| Studiensemester: 2 |
| Pflichtfach: ja |
Arbeitssprache:
Deutsch |
Studienleistungen (lt. Studienordnung/ASPO-Anlage):
Übung |
Prüfungsart:
Mündliche Prüfung 50%, Projektarbeit 50%
[letzte Änderung 21.11.2025]
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PIM-ASE Praktische Informatik, Master, SO 01.10.2026
, 2. Semester, Pflichtfach
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Die Präsenzzeit dieses Moduls umfasst bei 15 Semesterwochen 60 Veranstaltungsstunden (= 45 Zeitstunden). Der Gesamtumfang des Moduls beträgt bei 6 Creditpoints 180 Stunden (30 Std/ECTS). Daher stehen für die Vor- und Nachbereitung der Veranstaltung zusammen mit der Prüfungsvorbereitung 135 Stunden zur Verfügung.
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Empfohlene Voraussetzungen (Module):
Keine.
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Als Vorkenntnis empfohlen für Module:
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Modulverantwortung:
Prof. Dr.-Ing. Martin Burger |
Dozent/innen: Prof. Dr.-Ing. Martin Burger
[letzte Änderung 11.12.2025]
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Lernziele:
- Die Studierenden gestalten Softwareentwicklung als empirischen Prozess, um in komplexen, dynamischen Umgebungen durch iteratives Experimentieren und Feedbackschleifen Hypothesen zu validieren und Risiken zu minimieren. - Sie analysieren Wertströme (Value Streams) in der Softwareentwicklung, um durch die Senkung von Losgrößen und die Begrenzung paralleler Arbeit den Durchsatz zu maximieren und Wartezeiten zu eliminieren. - Sie konstruieren Softwarearchitekturen und Bereitstellungsmechanismen, die eine Entkopplung von Deployment und Release bewirken, sodass Änderungen jederzeit verlässlich in Produktion gebracht werden können. - Sie evaluieren die systemischen Wechselwirkungen zwischen Organisationsstruktur, Softwarearchitektur und Entwicklungsprozessen, um Engpässe im Gesamtsystem zu identifizieren. - Sie leiten qualitäts- und geschäftsrelevante Metriken ab, um die Effektivität der Entwicklung objektiv zu messen und kontinuierliche Verbesserungsprozesse datengestützt zu steuern. - Sie entwickeln Strategien zur Skalierung und Teamorganisation, die Autonomie fördern und gleichzeitig Koordinationsaufwände minimieren, ohne die Kohärenz des Gesamtsystems zu gefährden.
[letzte Änderung 10.12.2025]
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Inhalt:
In diesem Modul liegt der Fokus auf der ingenieurmäßigen Gestaltung von Softwaresystemen und -organisationen. Es vermittelt, wie durch die Anwendung wissenschaftlicher Prinzipien und technischer Exzellenz auch in komplexen Umgebungen nachhaltig wertvolle Software mit hohem Durchsatz geliefert werden kann. 1. Engineering Foundations und Empirie - Softwareentwicklung als Lernprozess: Design als Hypothese - Umgang mit Komplexität: Cynefin-Framework und systemisches Denken - Modularität, Kohäsion und Separation of Concerns als Treiber für Anpassungsfähigkeit - Wissenschaftliche Methode in der Softwareentwicklung: Iteration, Feedback, Validierung 2. Flow und Lean Product Development - Ökonomie der Softwareentwicklung: Cost of Delay und Opportunitätskosten - Warteschlangentheorie (Queuing Theory) und Little’s Law - Management von Work-in-Progress (WIP), Losgrößen (Batch Sizes) und Durchlaufzeiten - Identifikation und Beseitigung von Verschwendung in Wertströmen (Value Stream Mapping) 3. Architektur für Continuous Delivery - Deployment Pipeline als zentrales Artefakt der Softwareproduktion - Muster zur Entkopplung von Deployment und Release (Feature Toggles, Blue-Green Deployments, Canary Releases) - Testbarkeit und Testautomatisierung als Architekturtreiber - Infrastruktur als Code und Konfigurationsmanagement 4. Organisationsdesign und Skalierung - Conway’s Law und das Inverse Conway Maneuver - Interaktionstopologien für Teams (z. B. Stream-Aligned, Platform, Enabling Teams) - Prinzipien der Skalierung: Descaling und Entkopplung statt bürokratischer Koordination - Führung in autonomen Systemen: Mission Command vs. Command and Control 5. Metriken und Steuerung - Abgrenzung von Vanity Metrics (z. B. Velocity) und Outcome Metrics - Messung der Software Delivery Performance (Lead Time, Deployment Frequency, MTTR, Change Failure Rate) - Nutzung von Telemetrie und Monitoring für Feedback aus dem Betrieb
[letzte Änderung 10.12.2025]
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Weitere Lehrmethoden und Medien:
Lernmanagementsystem, Tafel, Whiteboard, Projektor, Präsentationsfolien, Videos, Workshopformat, Serious Games
[letzte Änderung 10.12.2025]
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Literatur:
Farley, D. (2021). Modern Software Engineering: Doing What Works to Build Better Software Faster. Pearson Education. Forsgren, N., Humble, J., Kim, G. (2018). Accelerate: The Science of Lean Software and DevOps: Building and Scaling High Performing Technology Organizations. IT Revolution Press. Kim, G., Humble, J., Debois, P., Willis, J., Forsgren, N. (2021). The DevOps Handbook: How to Create World-Class Agility, Reliability, & Security in Technology Organizations. IT Revolution Press. Larson, W. (2019). An Elegant Puzzle: Systems of Engineering Management. Stripe Matter Incorporated. Meadows, D. (2008). Thinking in Systems: International Bestseller. Chelsea Green Publishing. Poppendieck, M., Poppendieck, T. (2006). Implementing Lean Software Development: From Concept to Cash. Pearson Education. Reinertsen, D. G. (2009). The Principles of Product Development Flow: Second Generation Lean Product Development. Celeritas. Reupke-Sieroux, S., Roock, S., Wolf, H. (2025). Agile Leadership: Führungsmodelle, Führungsstile und das richtige Handwerkszeug für die agile Arbeitswelt. dpunkt.verlag. Skelton, M., Pais, M. (2025). Team Topologies, 2nd Edition. IT Revolution Press.
[letzte Änderung 10.12.2025]
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