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| Modulbezeichnung (engl.):
Selected Fields of Work and Practices |
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| Code: BSP-23 |
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4S (4 Semesterwochenstunden) |
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7 |
| Studiensemester: 6 |
| Pflichtfach: ja |
Arbeitssprache:
Deutsch |
Studienleistungen (lt. Studienordnung/ASPO-Anlage):
Prüfungsregelungen zu Modul BSP-23: In diesem Modul ist eine nicht benotete Modularbeit vorgesehen, um die 7 ECTS zu erwerben. Die Modularbeit soll insgesamt einen Umfang von 18 – 25 Seiten haben. Die Modularbeit soll sich aus zwei Teilen zusammensetzen, wobei sich Teil 1 auf BSP-23.1 und Teil 2 auf BSP-23.2 beziehen muss. Die Teile sind kenntlich zu machen und jeder Teil muss den Mindestanforderungen entsprechen, um als bestanden zu gelten. Sollte ein Teil nicht vollständig oder in der Qualität nicht ausreichend entsprechen, so gilt die Prüfungsleistung insgesamt als nicht bestanden. Die betreffenden Studierenden müssen dann den entsprechenden Teil überarbeiten und die gesamte Modularbeit noch einmal abgeben. Die Note kann erst verbucht werden, wenn beide Teile eingereicht wurden. |
Prüfungsart:
BSP-23.1/.2: Modularbeit (MA) (nb)
[letzte Änderung 02.08.2017]
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BSP-23 (P322-0003) Soziale Arbeit und Pädagogik der Kindheit, Bachelor, ASPO 01.10.2017
, 6. Semester, Pflichtfach
BSP-23 (P322-0003) Soziale Arbeit und Pädagogik der Kindheit, Bachelor, ASPO 01.10.2019
, 6. Semester, Pflichtfach
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Die Präsenzzeit dieses Moduls umfasst bei 15 Semesterwochen 60 Veranstaltungsstunden (= 45 Zeitstunden). Der Gesamtumfang des Moduls beträgt bei 7 Creditpoints 210 Stunden (30 Std/ECTS). Daher stehen für die Vor- und Nachbereitung der Veranstaltung zusammen mit der Prüfungsvorbereitung 165 Stunden zur Verfügung.
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Empfohlene Voraussetzungen (Module):
Keine.
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Als Vorkenntnis empfohlen für Module:
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Modulverantwortung:
Prof. Dr. Mario Schreiner |
Dozent/innen: Prof. Dr. Mario Schreiner
[letzte Änderung 26.08.2019]
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Lernziele:
Durch die erfolgreiche Beendigung des Moduls können die Studierenden - ausgewählte Arbeits- und Handlungsfelder der Sozialen Arbeit oder PdK sowie deren Arbeitskonzepte anwenden, - Situations-, Ressourcen – und Problemanalysen erstellen und professionelle Vorgehensweisen mit dem Arbeits- und Handlungsfeld verknüpfen, - konzeptionelle Überlegungen für Arbeits- und Handlungsfelder der Sozialen Arbeit und Pdk ausbilden, - den rechtlichen Rahmen in Bezug zum ausgewählten Arbeitsfeld ableiten, - Methoden und Konzepte für das ausgewählte Arbeitsfeld handhaben. Die Studierenden sollen in der Lage sein - ausgewählte theoretische und empirische Fragestellungen Sozialer Arbeit zu überdenken und mit den Herausforderungen einer Migrationsgesellschaft in Bezug zu setzen.
[letzte Änderung 19.09.2017]
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Inhalt:
BSP-23.1 Seminar zu ausgewählten Arbeits- und Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit und PdK Aufbauend auf das Modul 17.1 und die Erfahrungen im Praxissemester werden weitere vertiefende Einblicke in ausgewählte Arbeits- und Handlungsfelder der Sozialen Arbeit oder Pädagogik der Kindheit exemplarisch erarbeitet. Die Studierenden vertiefen exemplarisch an einem ausgewählten Arbeitsfeld die konzeptionelle Ausgestaltung des Arbeitsfelds, den rechtlichen Rahmen und die entsprechenden didaktischen und methodischen Konzepte. Die Studierenden beschäftigen sich vertieft mit den jeweiligen Lebens- und Problemlagen der jeweiligen Adressatengruppe des ausgewählten Arbeitsfelds. Gesellschaftliche Rahmenbedingungen, die das Arbeitsfeld prägen (z.B. Recht, Politik etc.) werden analytisch herangezogen. Die Rolle und Funktion der Fachkräfte des Arbeitsfeldes werden reflektiert und in konzeptionelle Überlegungen eingebunden. BSP-23.2 Seminar zu ausgewählten theoretischen und empirischen Fragestellungen II Die Inhalte ergeben sich durch die Auswahl ausgewählter theoretischer und empirischer Fragestellungen, beispielsweise zu Querschnittsthemen wie Migration, Interkulturalität, Integration: Anforderungen an (sozial-)pädagogisches Handeln und Organisationen der Sozialen Arbeit in der Migrationsgesellschaft. Das Seminar befasst sich mit Fragestellungen, die sich im Zusammenhang der Einwanderungsgesellschaft in sozialwissenschaftlicher und sozialpädagogischer Perspektive stellen. Die theoretischen Grundlagen zur Analyse der ‚Migrationstatsache‘ werden erörtert, welche eng mit Interkulturalität und Fragen der Integration bzw. Inklusion verknüpft ist. Neuere Theoriedebatten, Konzepte und empirische Studien werden eingeführt und sind Gegenstand der gemeinsamen Beratungen. Vor dem Hintergrund des Wissensbestandes der sozialwissenschaftlichen Migrations- und Integrationsforschung sind insbesondere die Herausforderungen an (sozial-) pädagogisches Handeln in der Migrationsgesellschaft von Interesse. ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- BSP-23.1-2 + Seminar Justizbezogene Kriminologie und Soziale Arbeit Marc-Alexander Seel BSP-23.2-2 Seminar Theorien der Devianz Steinkamp, Ralf Beschreibung der Veranstaltung BSP-23.1-3 Justizbezogene Kriminologie und Sozia-le Arbeit: Die Lehrveranstaltung gliedert sich im Wesentlichen in die nachfolgend beschriebenen vier Themenkomplexe: a) Gesellschaftliche Strafbedürfnisse und justizielle Sanktionierungspraxis Zum Seminareinstieg wird die auf dem deutschen Strafrecht basierende Sanktio-nierungspraxis einer Auswahl von (empirisch belegten) gesellschaftlichen Straf-vorstellungen gegenübergestellt. Dabei wird aufgezeigt, unter welchen Aspekten Differenzen oder Übereinstimmungen feststellbar sind und welche Gesellschafts-gruppen besondere Strafbedürfnisse offenbaren. Zudem soll beleuchtet werden, inwieweit subjektive Einflussfaktoren wie bspw. Kriminalitätsfurcht und/oder Viktimisierung aber auch eigene Delinquenz die in-dividuellen Kriminalitätswahrnehmungen und Sanktionseinstellungen beeinflussen können. b) Justizielle Sozialarbeit als Instrument der Resozialisierung, Sozialen Kontrolle und Kriminalprävention Unter Bezugnahme auf anonymisierte (Fall-)Beispiele aus der Berufspraxis der staatlichen stationären Sozialarbeit mit Straffälligen (v.a. in Jugendarrest- und Justizvollzugsanstalten sowie Forensischen Kliniken) und der ambulanten Straffäl-ligenhilfe (v.a. Bewährungs- / Gerichts- / Haftentscheidungshilfe und Führungs-aufsicht) erfolgt eine möglichst umfassende Darstellung der facettenreichen Handlungsfelder der Sozialen Dienste der Justiz. c) Sonstige Reaktionsformen (wohlfahrts-)staatlicher und privater Institutionen auf Devianz und Delinquenz Nach der Skizzierung bestimmter Dienstleistungsangebote von beispielhaft aus-gewählten Kooperationspartnern der Strafjustiz folgt eine kritische Auseinander-setzung mit den (zunehmend straforientierten) strukturellen Vorgaben beim Um-gang mit Devianz in ursprünglich auf wohlfahrtsstaatliche Unterstützungsleistun-gen ausgerichteten Institutionen. Hierbei werden insbesondere auch die mögli-chen Konsequenzen einer subsidiären Abgabe staatlicher Handlungsfelder an ge-meinnützige private Träger und/oder profitorientierte (Sicherheits-)Unternehmen in Hinblick auf die Forcierung einer Kriminalitätsprävention oder -Produktion dis-kutiert. d) Restorative Justice und deren Anwendungsbereiche Die Veranschaulichung justizgebundener und –ungebundener Reaktionsmöglich-keiten auf Delinquenz bzw. Devianz, die sich als Ergänzung oder Alternative zur bloßen Bestrafung der Normabweichler bewährt haben, stehen im Fokus des ab-schließenden Themenblocks. Die Seminarteilnehmer*innen setzten sich zunächst mit dem Konzept des „Täter-Opfer-Ausgleichs“ als konkrete Form der Diversion mit dem Hauptziel der Schadenswiedergutmachung auseinander und lernen dann unterschiedliche Varianten einer „Restorative Justice“ zwecks „(Wieder-) Herstel-lung“ des „Sozialen Friedens“ kennen. BSP-23.2-2: Theorien der Devianz Im Seminar „Theorien der Devianz“ geht es um die Klärung des Begriffs der sozialen Abweichung, sowie um die Reflexion der diesbezüglichen Vorstellungen für die Belange Sozialer Arbeit. Der Begriff wird anhand einer kritischen, theorieimmanenten Auseinan-dersetzung mit den „klassischen Ansätzen“ von Kriminologie und Strafrechtssoziologie – die einer uneingestandener Maßen reproduzierten „Ideologie der sozialen Verteidigung“ (Baratta) folgen – rekonstruiert: Diskutiert werden u.a. biologistische, psychologische / psychoanalytische, soziologische und „multifaktorielle“ Ansätze. Thesen und Theorien, die in diesem Zusammenhang behandelt werden, befassen sich u.a. mit folgenden Vor-stellungen: „Der geborene Verbrecher“, „Die Normalität (und Notwendigkeit (sic!)) von Abweichung“ (Durkheim), das Verhältnis von „Abweichung und Triebstruktur“ (Psycho-analyse), die Theorie der „Subkultur“ und des „differentielles Lernen“, die Analyse von „Techniken der Neutralisierung“, und schließlich dem „labeling approach“ (Becker, Sack). Die zentrale Leitlinie unserer Reflexion der vielfältigen Ansätze zur Erklärung von Devi-anz ergibt sich aus den Überzeugungen und Grundüberlegungen einer „Kritischen Krimi-nologie“, welche abschließend diskutiert werden. Ausgangspunkt der theoriegeschichtli-chen Rekonstruktion der „Devianz“ wird der, innerhalb eines vergleichsweise kurzen Zeitraums (während des Zeitalters der Aufklärung) erfolgte Wandel der Form staatlichen Strafens sein. In diese historische Phase fällt der Beginn der wissenschaftlichen Ausei-nandersetzung mit den Gründen bzw. den Ursachen für abweichendes Verhalten. Im Ver-lauf des Seminars werden sowohl sozialphilosophische und gesellschaftstheoretische, als auch erkenntnistheoretische bzw. methodologische Überlegungen einbezogen – so wer-den beispielsweise die Diskussion um die Entwicklung einer „Theorie“ (Popper) oder das Konzept der wissenschaftlichen „Paradigmen“ (Kuhn) zu erörtern sein. Auch stellt sich die Frage, was man mit Hilfe einer Theorie überhaupt auszusagen vermag, und was nicht („Reichweite“). Daneben haben aber auch einige grundlegende Fragestellungen und Überzeugungen der Kriminalwissenschaften ihren Platz in diesem Seminar. Das Seminar stellt eine theoretisch fundierende Ergänzung zu dem Seminar von Marc-Alexander Seel (BSP-23.1-3) dar. ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- BSP-23.1-3 + Seminar Pädagogik differenzsensibel Sigrid Selzer BSP-23.2-3 Seminar Kindheitsforschung Sigrid Selzer BSP-23.1-3: Pädagogik differenzsensibel Lebenswelten von Kindern und Familien sind vielfältig. Dies impliziert, dass jedes Kind in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und Schulen individuelle Bedürfnisse hat und mit unterschiedlichen sozialen, kulturellen und ökonomischen Ressourcen ausgestattet ist. Differenz wird in den Erziehungswissenschaften ebenso mit den Begriffen Diversity, Heterogenität oder auch Vielfalt benannt. In fachlichen und politischen Diskursen ste-hen der Zusammenhang von Diversität, ungleichen Chancen im Bildungssystem (vgl. Diehm et al. 2017) und Diskriminierung im Fokus, woraus hohe Anforderungen an päda-gogisches Handeln abgeleitet werden. Pädagogische Einrichtungen sollen kompensato-risch wirken und Diskriminierung verhindern. Differenzsensibilität bedeutet in der Praxis bewusst und sensibel damit umzugehen, wann ein Unterschied mit dem Verweis auf ein bestimmtes Merkmal wie Alter, Ge-schlecht, Migration, Behinderung etc., gemacht wird und wann gerade nicht. Es geht darum zu reflektieren, welche Möglichkeiten Kindern durch eine Kategorisierung eröff-net bzw. verschlossen werden. Gleichzeitig gilt es, gesellschaftliche Bedingungen und pädagogische Anforderungen im Umgang mit Differenz zu berücksichtigen und kritisch zu reflektieren (vgl. Lamp 2010). Dies zielt darauf ab Kindern Ressourcen für eine indivi-duelle Lebensgestaltung zu eröffnen und sie zu stärken. Dabei bilden Kinderrechte, wie sie in der „UN-Kinderrechtskonvention“ verankert sind und ethische Perspektiven Be-zugspunkte (vgl. Prengel 2019). Im Rahmen des Seminars werden verschiedene merkmalsübergreifende Ansätze, Kon-zepte und Methoden vorgestellt und anhand konkreter Fallbeispiele diskutiert. Einge-bettet wird dies in theoretische Überlegungen und ethische Reflexionen. BSP-23.2-3: Sozialwissenschaftliche Kindheitsforschung, Methoden und Studien Die sozialwissenschaftliche Kindheitsforschung ist in besonderer Weise den Perspekti-ven von Kindern verpflichtet und interessiert sich für ihre Alltagserfahrungen, die Bedin-gungen unter denen sie leben und ihre Sozialbeziehungen (Heinzel 2012). Sie geht von zwei Paradigmen aus, die konkrete Studien bestimmen: das Kind als Akteur sowie die generationale Ordnung. Das Seminar widmet sich Forschung, die Kindheit in Zusammenhang mit Diversität re-flektiert und die Sicht von Kindern auf Differenz spiegelt. Spezifische Methoden der Kindheitsforschung werden beleuchtet und in ihren Möglichkeiten und Begrenzungen diskutiert. Ein Fokus liegt dabei auf ethischen Fragestellungen. Ausgewählte Studien werden exemplarisch vertiefend erörtert. -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- BSP-23.1-5 Kooperation Jugendhilfe und Schule - Lars Bieringer BSP-23.2-5 Subjekt- und Adressat:innenorientierung - Theoretische Perspektiven - Lars Bieringer BSP-23.1-5: Kooperation Jugendhilfe und Schule Bedingt durch den Ausbau von Ganztagsschulen, die Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention sowie den in den vergangenen Jahren intensivierten Ausbau der Schulsozialarbeit gewinnt die Kooperation zwischen Kinder- und Jugendhilfe und dem Bildungssystem zunehmend an Bedeutung. Durch die Intensivierung dieser Zusammenarbeit hat sich die Schulsozialarbeit zu einem der größten und zentralen Handlungsfelder der Kinder- und Jugendhilfe entwickelt. Im Seminar werden folgende Lernziele verfolgt: • Die Studierenden erhalten einen Einblick in die praktischen Grundlagen des Handlungsfeldes der Schulsozialarbeit und lernen zentrale Herausforderungen sowie Gelingensbedingungen sozialpädagogischer Arbeit an (Ganztags-)Schulen kennen. • Die Studierenden sind in der Lage, die Konzepte Inklusion und multiprofessionelle Teams theoretisch einzuordnen und Aushandlungsprozesse zwischen unterschiedlichen Akteur:innen in multiprofessionellen Kontexten zu reflektieren. • Durch Beiträge von Praktiker:innen aus dem schulischen Feld gewinnen die Studierenden Einblicke in den beruflichen Alltag sowie in zugrunde liegende (sozial-)pädagogische Konzepte und Handlungslogiken. Das Seminar ist nicht als klassisches Lektüreseminar angelegt, sondern wird interaktiv und in unterschiedlichen didaktischen Settings durchgeführt. Geplant sind unter anderem eine Exkursion an eine (Ganztags-)Schule sowie die Einladung von Expert:innen und Praktiker:innen aus dem Bildungsbereich. Die aktive Partizipation der Studierenden an der inhaltlichen Ausgestaltung des Seminars ist ausdrücklich erwünscht. Weitere Informationen werden zu Beginn des Semesters bekanntgegeben. In das Seminar bringe ich unterschiedliche Perspektiven auf die Schulsozialarbeit ein, die aus Tätigkeiten in Praxis, Steuerung und Forschung hervorgegangen sind. Von 2015 bis 2020 war ich als Schulsozialarbeiter an einer Ganztagsgemeinschaftsschule tätig. Von 2021 bis 2023 verantwortete ich im Ministerium für Bildung und Kultur die konzeptionelle Weiterentwicklung der Schulsozialarbeit im Saarland. Seit 2024 arbeite ich als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der htw saar in Forschungsprojekten mit dem Schwerpunkt Schulsozialarbeit. BSP-23.2-5: Subjekt- und Adressat:innenorientierung - Theoretische Perspektiven Im zweiten Modul stehen Adressat:innenorientierung und Subjektorientierung als zentrale theoretische Leitkonzepte sozialpädagogischen Handelns im schulischen Kontext im Mittelpunkt. Das Modul führt systematisch in grundlegende theoretische Ansätze der Schulsozialarbeit und der Sozialen Arbeit ein, die das Subjekt als handlungsfähigen Akteur in institutionellen Settings verstehen. Adressat:innenorientierung wird dabei als fachliche Perspektive thematisiert, die sich an den Lebenslagen, Bedürfnissen und subjektiven Deutungsmustern von Kindern und Jugendlichen orientiert. Subjektorientierung wird als normatives und theoretisches Prinzip reflektiert, das Selbstbestimmung, Anerkennung und Partizipation als zentrale Bezugspunkte professionellen Handelns begreift. Darüber hinaus analysiert das Modul die institutionellen Rahmenbedingungen von Schule sowie deren Bedeutung für adressat:innen- und subjektorientierte Praxis. Theoretische Spannungsfelder zwischen schulischen Organisationslogiken und sozialpädagogischen Handlungsansprüchen werden kritisch beleuchtet. Ziel des Moduls ist es, ein vertieftes theoretisches Verständnis zu entwickeln, das als Grundlage für eine reflektierte professionelle Praxis der Schulsozialarbeit dient. Literatur: - Hollenstein, Erich; Nieslony, Frank; Speck, Karsten; Olk, Thomas (2017). Handbuch der Schulsozialarbeit: Band 1. Weinheim und Basel: Beltz Juventa Verlag. - Speck, Karsten (2020). Multiprofessionelle Kooperation. In: Bollweg; Buchna et al. (2020). Handbuch Ganztagsbildung, Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 1453–1467. - Spies, Anke; Pötter, Nicole (2011). Soziale Arbeit an Schulen. Einführung in das Handlungsfeld Schulsozialarbeit. Wiesbaden: VS Springer Verlag für Sozialwissenschaften. - Thiersch, Hans (2020). Lebensweltorientierte Soziale Arbeit – revisited. Weinheim und Basel: Beltz Juventa Verlag. Weitere Literatur wird im Seminar bekanntgegeben. -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- BSP-23.1-4 Soziale Arbeit in Kontexten des Alter(n)s - Katharina Pontius BSP-23.2-4 Alter(n) aus interdisziplinärer Perspektive - Katharina Pontius BSP-23.1-4 Soziale Arbeit in Kontexten des Alter(n)s Lernziele: Nach erfolgreichem Abschluss des Moduls verfügen die Studierenden über folgende Fähigkeiten und Kompetenzen: Die Studierenden... • können das Handlungsfeld in seinen Grundzügen skizzieren und kennen seine rechtlichen Ausgangspunkte. • reflektieren Adressierungspraktiken. • kennen ausgewählte Handlungsmethoden des Handlungsfeldes und können deren Potenziale und Grenzen einschätzen. • sind sensibel für mögliche Spezifika in der Arbeit mit älteren Menschen, ihren Familien und Zugehörigen. Inhalte: Soziale Arbeit in Kontexten des Alter(n)s wendet sich den Lebenswelten älterer Menschen, ihrer Familien und Zugehörigen zu. Hierbei spielt die Berücksichtigung unterschiedlicher zeitlicher Bezüge eine besondere Rolle. Sozialarbeitende agieren mit Blick auf den gegenwärtigen Alltag und einem in die Zukunft gerichteten Entwicklungspotenzials. Zugleich erschließt sich die Eigenlogik gegenwärtiger Bewältigungs- und Sorgearrangements häufig erst vor dem Hintergrund ihres je spezifischen Gewordenseins. Vor diesem Hintergrund werden Seminar nach einer Einführung ins Handlungsfeld methodische Ansätze erschlossen, die einen verstehenden Zugang unterstützen. Während mit Netzwerkkarten gegenwärtige Unterstützungsarrangements visualisiert werden können, erlaubt das durchaus anspruchsvolle Unterfangen der Genogrammarbeit familiengeschichtliche Dynamiken zu rekonstruieren. Mit Biografiearbeit steht abschließend eine Methode im Fokus, die Adressat:innen zur Selbstreflexion einlädt. Nach jedem Themenblock werden Potenziale und Grenzen der jeweiligen Methode diskutiert und Besonderheiten in der Arbeit mit älteren Menschen reflektiert. Literatur und weiterführende Links: • Bleck, Christian/Van Rießen, Anne (2022). Soziale Arbeit mit alten Menschen. Ein Studienbuch zu Hintergründen, Theorien, Prinzipien und Methoden. Wiesbaden: Springer VS. • Hildenbrand, Bruno (2000). Generationenbeziehungen in strukturalhermeneutischer Perspektive. In: sozialer sinn 1, 1, S. 51–66. • Hildenbrand, Bruno (2018). Genogrammarbeit für Fortgeschrittene. Vom Vorgegebenen zum Aufgegebenen. Heidelberg: Carl-Auer-Verlag. • Miethe, Ingrid (2017). Biografiearbeit. Lehr und Handbuch für Studium und Praxis. 3. durchgesehene Auflage. Weinheim Basel: Beltz Juventa. Weitere Literatur wird zu Beginn der Lehrveranstaltung bekannt gegeben. BSP-23.2-4 Alter(n) aus interdisziplinärer Perspektive - Katharina Pontius Lernziele: Nach erfolgreichem Abschluss des Moduls verfügen die Studierenden über folgende Fähigkeiten und Kompetenzen: Die Studierenden ... • kennen ausgewählte sozialpädagogische, soziologische und psychologische Konzepte des Alter(n)s. • können die unterschiedlichen disziplinären Perspektiven in ihren Grenzen und Potenzialen diskutieren. • leiten aus sozialpädagogischen Konzepten Handlungsimplikationen für die Soziale Arbeit ab. • reflektieren individuelle und gesellschaftliche Altersbilder. Inhalte: Gerontologie als Wissenschaft vom Alter und Älterwerden gilt als „prototypisch interdisziplinäres Wissenschaftsfeld“ (Wahl/Hedtke-Becker 2022). Mit einem Fokus auf Bezugswissenschaften der Sozialen Arbeit stehen im Seminar ausgewählte disziplinäre Zugänge zu Alter(n) im Fokus. Dabei werden aus soziologischer Perspektive zunächst normative Vorannahmen und alltägliche Gewissheiten zum Gegenstand dekonstruiert. Hierfür lohnt unter anderem ein Blick in die historische Alter(n)sforschung. Anschließend werden psychologisch fundierte Ansätze in den Mittelpunkt gerückt. Sie spielen im gerontologischen Diskurs eine zentrale Rolle und fokussieren beispielsweise (Umwelt-)Ressourcen und psychologische Herausforderungen des Alter(n)s. Mit dem Konzept der Lebensalter und der Lebensbewältigung wird im Seminar abschließend ein prominenter Ansatz der Sozialen Arbeit und Sozialpädagogik diskutiert und anhand der Themen ‚Abhängigkeit im Alter‘, ‚Tod und Sterben‘ und ‚Übergang in eine stationäre Versorgungsform‘ konkretisiert. Literatur und weiterführende Links: • Böhnisch, Lothar (2023). Sozialpädagogik der Lebensalter. Eine Einführung. Grundlagentexte Pädagogik. Weinheim/Basel: Beltz Juventa. 9., überarbeitete erweiterte Auflage. • Lang, Frieder R./Lessenich, Stephan/Rothermund, Klaus (2022). Altern als Zukunft. Eine Studie der Volkswagenstiftung. Berlin/Heidelberg: Springer. • Stecklina, Gerd/Wienforth, Jan (Hg.) (2020). Handbuch Lebensbewältigung und Soziale Arbeit. Übergangs- und Bewältigungsforschung. Weinheim/Basel: Beltz Juventa. • Van Dyk, Silke (2015). Soziologie des Alters. Bielefeld: transcript. • Wahl, Hans-Werner (2023). Psychologie für die Arbeit mit Menschen höheren Lebensalters. Psychologie für Soziale Berufe. Weinheim: Juventa Verlag Weitere Literatur wird zu Beginn der Lehrveranstaltung bekannt gegeben.
[letzte Änderung 26.02.2026]
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Weitere Lehrmethoden und Medien:
- Information (Input) durch die Dozierenden - Praxiserkundungen in Gruppenarbeit mit Präsentation der Ergebnisse im Plenum - Angeleitete Exkursionen in das jeweilige Arbeitsfeld - Literaturstudium (Einzelarbeit) - Seminaristische Übungen - Erprobung ausgewählter handlungsmethodischer Ansätze, z.B. durch Plan- oder Rollenspiele - Gastvorträge aus der Profession - Selbststudium: Nachbereitung des Seminars und Vertiefung anhand ergänzender Unterlagen - Kurzpräsentationen zu einer ausgewählten theoretischen und empirischen Fragestellung
[letzte Änderung 26.02.2026]
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Literatur:
Wird dem jeweiligen Arbeits- und Handlungsfeld entsprechend ausgewählt.
[letzte Änderung 19.09.2017]
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