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| Modulbezeichnung (engl.):
Selected Theoretical and Empirical Issues |
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| Code: BSP-22 |
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4S (4 Semesterwochenstunden) |
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6 |
| Studiensemester: 6 |
| Pflichtfach: ja |
Arbeitssprache:
Deutsch |
Prüfungsart:
BSP-22.1 oder BSP-22.2: Referat (R) (bn)
[letzte Änderung 02.08.2017]
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BSP-22 (P322-0004) Soziale Arbeit und Pädagogik der Kindheit, Bachelor, ASPO 01.10.2017
, 6. Semester, Pflichtfach
BSP-22 (P322-0004) Soziale Arbeit und Pädagogik der Kindheit, Bachelor, ASPO 01.10.2019
, 6. Semester, Pflichtfach
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Die Präsenzzeit dieses Moduls umfasst bei 15 Semesterwochen 60 Veranstaltungsstunden (= 45 Zeitstunden). Der Gesamtumfang des Moduls beträgt bei 6 Creditpoints 180 Stunden (30 Std/ECTS). Daher stehen für die Vor- und Nachbereitung der Veranstaltung zusammen mit der Prüfungsvorbereitung 135 Stunden zur Verfügung.
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Empfohlene Voraussetzungen (Module):
Keine.
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Als Vorkenntnis empfohlen für Module:
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Modulverantwortung:
Prof. Dr. Kerstin Rock |
Dozent/innen: Prof. Dr. Kerstin Rock
[letzte Änderung 26.08.2019]
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Lernziele:
Durch die erfolgreiche Beendigung des Moduls besitzen Studierende Kenntnis über - ausgewählte theoretische und empirische Fragestellungen, die sich Sozialer Arbeit in der postmodernen Gesellschaft stellen. Sie haben Einblick bekommen in die Vielschichtigkeit sozialer Probleme in der postmodernen Gesellschaft, können diese beschreiben und in den sozialstrukturellen Kontext einordnen. Durch die erfolgreiche Beendigung des Moduls können Studierende • das sozialwissenschaftliche Konzept des sozialen Netzwerkes darstellen und die Einflüsse engerer und weiterer sozialen Bezüge auf persönliche Entwicklungen und individuelles Erleben und Verhalten begreifen. • Einblick gewinnen in zentrale Prinzipien, Methoden und Praxisansätze von Netzwerkarbeit und netzwerkorientierten Interventionen. • die Begriffe Kooperation, Koordination und Vernetzung definieren und Verständnis in die Funktion von institutioneller Kooperation und Vernetzung als fachliches und politisches Koordinierungs- und Steuerungsinstrument entwickeln. • die Notwendigkeit der institutioneller Kooperation und Vernetzung in der Sozialen Arbeit und Pädagogik der Kindheit fachlich und rechtlich begründen und kritisch reflektieren • Voraussetzungen und Umsetzungsschritte gelingender institutioneller Kooperation aufzeigen und in Bezug zu Aufgaben und Instrumenten des Netzwerkmanagements setzen. • aktuelle Konzepte / Programme der Vernetzung und Kooperation von sozialen Diensten mit Akteuren des Bildungs-, Gesundheits-, Kultur- und / oder Wirtschaftssektors in ihren differenten rechtlichen, organisatorischen und curricularen Bedingungen sowie dahinterstehenden politischen Interessen reflektieren.
[letzte Änderung 26.02.2026]
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Inhalt:
BSP-22.1 Seminar zu ausgewählten theoretischen und empirischen Fragestellungen I: Die Inhalte ergeben sich durch die Auswahl ausgewählter theoretischer und empirischer Fragestellungen zu den Anforderungen an (sozial-)pädagogisches Handeln und Organisationen der Sozialen Arbeit in der postmodernen Gesellschaft. ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- BSP-22.1-1 Prof. Dr. Markus Ciesielski - Seminar Sozialpolitikreform und Ungleichheit Lernziele: Die Veranstaltung zielt darauf ab, dass sich Studierende ausgewählte aktuelle sozialpolitische Reformdebatten aneignen und diese sozialwissenschaftlich-kritisch beurteilen können. Dafür ist ein interdisziplinär sowie international-vergleichendes Vorgehen beabsichtigt, das auch soziologische, rechts- und wirtschaftswissenschaftliche Perspektiven einbezieht. Beabsichtigt ist ebenso, dass die dabei erarbeiteten Kenntnisse auf Fragen der Sozialen Arbeit bezogen werden können, indem Folgen und Ursachen von sozialpolitischen Reformen in ausgewählten Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit kritisch beurteilt werden. Inhalte: Mapping aktueller sozialpolitischer Reformdebatten Einordnung der wesentlichen Positionen in die Policyforschung Erweiterte Einordnung der wesentlichen Positionen in die Sozialpolitkforschung Übertragung der Erkenntnisse für Reflexion zu Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit Literatur und weiterführende Links: Die in der Veranstaltung behandelte mehrsprachige Literatur wird zu Beginn der Veranstaltung bekannt gegeben. ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- BSP-22.1-2 Mark Unbehend 1993 sorgte die von Pierre Bourdieu herausgegebene Studie „La misère du monde“ („das Elend der Welt“) für Aufsehen in der französischen Gesellschaft und darüber hinaus. Mit den Analysen von Alltagsinterviews stellte das Forschungsteam um Bourdieu der Gegen-wartsgesellschaft ein düsteres Zeugnis aus. Sie stellten dar, wie die Menschen unter den ökonomischen Vorgaben, dem Konkurrenzdruck, struktureller Massenarbeitslosigkeit, Sozialabbau und Armut litten. Die Studie erschien 1997 in deutscher Übersetzung und 2005 veröffentlichten Franz Schultheis und Kristina Schulz unter dem Titel „Gesellschaft mit begrenzter Haftung“ eine Vergleichsstudie zum deutschen Alltag. Bourdieus Anliegen war es, nicht nur die Unterschiede, sondern vor allem auch die Kon-tinuitäten und Parallelen im internationalen Vergleich zu betonen. Ganz in diesem Sinne werden in dem Seminar Ausschnitte der Original‐Interviews beider Studien verglichen, um so eine strukturierte Gegenüberstellung von Lebensgeschichten in Deutschland und Frankreich zu ermöglichen. Dabei sollen das „Elend“ und das Leiden der interviewten Personen in den Bereichen Familie, Arbeitswelt sowie Erziehung und Bildung genauer betrachtet werden. Die methodische Herangehensweise, die theoretischen Ansätze Bourdieus und die gesellschaftskritische soziologische Perspektive beider Studien bilden den Rahmen des Seminars. Von Franz Schultheis und seinem Forschungsteam veröffent-lichte Folgestudien, wie z.B. „Ein halbes Leben“ (2010) oder „Wir machen Kunst für Künstler“ (2020) werden ebenfalls in die Betrachtung mit einbezogen. ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- BSP-22.1-3 Diversity, Inklusion und Gesellschaftliche Teilhabe in der Sozialen Arbeit Prof. Dr. Mario Schreiner Durch die erfolgreiche Beendigung des Moduls besitzen Studierende Kenntnis über aus-gewählte theoretische und empirische Fragestellungen, die sich Sozialer Arbeit in der postmodernen Gesellschaft stellen. Sie haben Einblick bekommen in die Vielschichtigkeit sozialer Probleme in der postmodernen Gesellschaft, können diese beschreiben und in den sozialstrukturellen Kontext einordnen. Durch die erfolgreiche Beendigung des Moduls können Studierende… …das sozialwissenschaftliche Konzept des sozialen Netzwerkes darstellen und die Einflüs-se engerer und weiterer sozialen Bezüge auf persönliche Entwicklungen und individuelles Erleben und Verhalten begreifen. …Einblick gewinnen in zentrale Prinzipien, Methoden und Praxisansätze von Netzwerkar-beit und netzwerkorientierten Interventionen. …die Begriffe Kooperation, Koordination und Vernetzung definieren und Verständnis in die Funktion von institutioneller Kooperation und Vernetzung als fachliches und politi-sches Koordinierungs- und Steuerungsinstrument entwickeln. …die Notwendigkeit der institutionellen Kooperation und Vernetzung in der Sozialen Ar-beit und Pädagogik der Kindheit fachlich und rechtlich begründen und kritisch reflektie-ren. …Voraussetzungen und Umsetzungsschritte gelingender institutioneller Kooperation auf-zeigen und in Bezug zu Aufgaben und Instrumenten des Netzwerkmanagements setzen. …aktuelle Konzepte / Programme der Vernetzung und Kooperation von sozialen Diensten mit Akteuren des Bildungs-, Gesundheits-, Kultur- und / oder Wirtschaftssektors in ihren differenten rechtlichen, organisatorischen und curricularen Bedingungen sowie dahin-terstehenden politischen Interessen reflektieren. ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- BSP-22.1-4 Seminar„Sozialwissenschaftliche Migrations‐ und Integrationsforschung“ Daniela Henn Das Seminar befasst sich mit Fragestellungen, die sich im Zusammenhang der „Migrati-onsgesellschaft“ in sozialwissenschaftlicher und sozialpädagogischer Perspektive stellen. In diesem Seminar werden die theoretischen Grundlagen zur Analyse der ‚Migrationstat-sache‘ erörtert. Die kritische Reflektion von Begrifflichkeiten und dahinterstehenden Konzepten sind in den Sozialwissenschaften allgemein und der Migrationsforschung zent-ral. Dieses manchmal anstrengend anmutende Diskutieren über die Verwendungszu-sammenhänge und den vermeintlich passenderen Begriff für ein spezielles Phänomen, ist eine kaum aufzulösende Herausforderung. Gerade in der Auseinandersetzung mit der „Migrationstatsache“ wird dies augenscheinlich, weil sie oftmals normativ aufgeladen ist. Nach der Auseinandersetzung mit den Grundbegriffen werden dann vor dem Hinter-grund des Wissensbestandes der sozialwissenschaftlichen Migrations‐ und Integrations-forschung die Herausforderungen an (sozial‐) pädagogisches Handeln von Interesse sein. In diesem Seminar geht es insbesondere um Migrationsbiographien, Interaktionsverhält-nisse und Ordnungen in sozialräumlichen und institutionellen Kontexten, um Verteilungs‐ und Anerkennungskonflikte und schließlich um die Bedingungen der Möglichkeit einer gerechten Teilhabegesellschaft, zu der die Soziale Arbeit einen Beitrag zu leisten hat. ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- BSP-22.1-5 Soziale Arbeit in einer polarisierten Gesellschaft: Hass, Diskriminierung und Demokratiefeindlichkeit als Herausforderungen an die Soziale Arbeit Ralf Steinkamp Im Verlauf der letzten ca. 30 Jahre hat sich der Soziale Raum unserer Interaktionen deut-lich erweitert. Virtuelle Kommunikation wird sukzessive zu einer neuen, zusätzlichen Form der Handlungskoordinierung und zum Medium der Reproduktion von Lebenswel-ten. Es fällt jedoch auf, dass diese „neue politische Öffentlichkeit“ einer besonderen Lo-gik, einem „neuen Strukturwandel“ (Habermas) unterliegt: Innerhalb der sogenannten Sozialen Medien existieren zwar ähnliche Konfliktstrukturen, wie im realen Leben. Die Auseinandersetzungen im virtuellen Raum weisen jedoch gegenüber den alltäglichen sozialen Kämpfen einige – auch: erstaunliche – Besonderheiten auf, die für die, mit der Konfliktmoderation betrauten Institutionen neuartige Herausforderungen mit sich brin-gen. In unserem Seminar wollen wir die Voraussetzungen, Chancen und Grenzen einer „digi-tal streetwork“ beleuchten. Wir werden einige Überlegungen zu den Möglichkeiten der Intervention gegen hate-speech kennen lernen und uns über Erfahrungen aus der alltäg-lichen Praxis informieren (lassen). Gerahmt wird die Diskussion des Seminars durch be-griffliche Klärungsversuche, theoretische Einordnungen, historische Rekonstruktionen sowie Reflexionen zur Professionalität der Sozialen Arbeit. ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- BSP-22.2 Seminar: Kooperation und Vernetzung I. Soziale Netzwerke als Ressource für Personen • Theoretische Grundlagen: Netzwerkkonzept in den Sozialwissenschaften, Soziale Netzwerktheorie, Netzwerkanalyse • Netzwerkperspektive in der Sozialen Arbeit und Pädagogik der Kindheit: Strategien netzwerkorientierter Intervention, Konzepte, Verfahren und Praxisansätze sozialer Netzwerkarbeit, Selbsthilfeförderung II. Institutionelle Netzwerke als fachliches und politische Koordinierungs- und Steuerungsinstrument • Kooperation, Koordination und Vernetzung – Begriffsklärung, Dimensionen zur Typisierung / Charakterisierung von Netzwerken, Instrumente zur Beschreibung und Analyse von institutionellen Kooperationsbeziehungen • Fachliche und rechtliche Kooperationsnotwendigkeiten • Rahmenbedingungen gelingender Vernetzung und Kooperation, Beispiele guter Praxis • Handlungsschritte zum Aufbau von Kooperationen, Netzwerkmanagement III. Konzepte / Programme der (systemübergreifenden, interdisziplinären) Zusammenarbeit und Vernetzung in unterschiedlichen Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit und Pädagogik der Kindheit ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
[letzte Änderung 13.03.2026]
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Weitere Lehrmethoden und Medien:
- Seminaristische Übungen - Selbststudium: Lesen und Bearbeiten der Fachliteratur - Diskussion in Kleingruppen und im Plenum (Gruppenarbeit) - Kurzpräsentationen im Seminar (Einzel-, Gruppen- sowie Partnerarbeit) - Übungen zu seminarspezifischen Thematiken und Planspiel
[letzte Änderung 04.11.2017]
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Literatur:
Die Literatur zum Seminar BSP-22.1 ergibt sich aus der ausgewählten theoretischen und empirischen Fragestellung. Bauer, P.; Ullrich, O. (Hrsg.) (2005). Mit Netzwerken professionell zusammenarbeiten. Bd. 1: Soziale Netzwerke in Lebenslauf-und Lebenslagenperspektive. Tübingen Bauer, P.; Ullrich, O. (Hrsg.) (2005). Mit Netzwerken professionell zusammenarbeiten. Bd. Institutionelle Netzwerke in Steuerungs- und Kooperationsperspektive. Tübingen Dahme, H.-J.; Wohlfahrt, N. (Hrsg.) (2000) Netzwerkökonomie im Wohlfahrtsstaat: Wettbewerb und Kooperation im Sozial- und Gesundheitssektor. Berlin Fischer, J.; Kosollek, T. (Hrsg.)(2013). Netzwerke und Soziale Arbeit. Weinheim, Basel Keupp, H.; Röhrle, B. (Hrsg.)(1987). Soziale Netzwerke. Frankfurt a.M.
[letzte Änderung 19.09.2017]
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