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Altern, Tod und Sterben

Modulbezeichnung:
Bezeichnung des Moduls innerhalb des Studiengangs. Sie soll eine präzise und verständliche Überschrift des Modulinhalts darstellen.
Altern, Tod und Sterben
Studiengang:
Studiengang mit Beginn der Gültigkeit der betreffenden ASPO-Anlage/Studienordnung des Studiengangs, in dem dieses Modul zum Studienprogramm gehört (=Start der ersten Erstsemester-Kohorte, die nach dieser Ordnung studiert).
Soziale Arbeit und Pädagogik der Kindheit, Bachelor, ASPO 01.10.2019
Code: BSP-24.77
SAP-Submodul-Nr.:
Die Prüfungsverwaltung mittels SAP-SLCM vergibt für jede Prüfungsart in einem Modul eine SAP-Submodul-Nr (= P-Nummer). Gleiche Module in unterschiedlichen Studiengängen haben bei gleicher Prüfungsart die gleiche SAP-Submodul-Nr..
P322-0209
SWS/Lehrform:
Die Anzahl der Semesterwochenstunden (SWS) wird als Zusammensetzung von Vorlesungsstunden (V), Übungsstunden (U), Praktikumsstunden (P) oder Projektarbeitsstunden (PA) angegeben. Beispielsweise besteht eine Veranstaltung der Form 2V+2U aus 2 Vorlesungsstunden und 2 Übungsstunden pro Woche.
2S (2 Semesterwochenstunden)
ECTS-Punkte:
Die Anzahl der Punkte nach ECTS (Leistungspunkte, Kreditpunkte), die dem Studierenden bei erfolgreicher Ableistung des Moduls gutgeschrieben werden. Die ECTS-Punkte entscheiden über die Gewichtung des Fachs bei der Berechnung der Durchschnittsnote im Abschlusszeugnis. Jedem ECTS-Punkt entsprechen 30 studentische Arbeitsstunden (Anwesenheit, Vor- und Nachbereitung, Prüfungsvorbereitung, ggfs. Zeit zur Bearbeitung eines Projekts), verteilt über die gesamte Zeit des Semesters (26 Wochen).
3
Studiensemester: 6
Pflichtfach: nein
Arbeitssprache:
Deutsch
Studienleistungen (lt. Studienordnung/ASPO-Anlage):
Seminarbeitrag
Prüfungsart:
Seminarbeitrag

[letzte Änderung 27.11.2024]
Verwendbarkeit / Zuordnung zum Curriculum:
Alle Studienprogramme, die das Modul enthalten mit Jahresangabe der entsprechenden Studienordnung / ASPO-Anlage.

BSP-24.77 (P322-0209) Soziale Arbeit und Pädagogik der Kindheit, Bachelor, ASPO 01.10.2019 , 6. Semester, Wahlpflichtfach
Arbeitsaufwand:
Der Arbeitsaufwand des Studierenden, der für das erfolgreiche Absolvieren eines Moduls notwendig ist, ergibt sich aus den ECTS-Punkten. Jeder ECTS-Punkt steht in der Regel für 30 Arbeitsstunden. Die Arbeitsstunden umfassen Präsenzzeit (in den Vorlesungswochen), Vor- und Nachbereitung der Vorlesung, ggfs. Abfassung einer Projektarbeit und die Vorbereitung auf die Prüfung.

Die ECTS beziehen sich auf die gesamte formale Semesterdauer (01.04.-30.09. im Sommersemester, 01.10.-31.03. im Wintersemester).
Die Präsenzzeit dieses Moduls umfasst bei 15 Semesterwochen 30 Veranstaltungsstunden (= 22.5 Zeitstunden). Der Gesamtumfang des Moduls beträgt bei 3 Creditpoints 90 Stunden (30 Std/ECTS). Daher stehen für die Vor- und Nachbereitung der Veranstaltung zusammen mit der Prüfungsvorbereitung 67.5 Stunden zur Verfügung.
Empfohlene Voraussetzungen (Module):
Keine.
Als Vorkenntnis empfohlen für Module:
Modulverantwortung:
Studienleitung
Dozent/innen: Studienleitung

[letzte Änderung 27.11.2024]
Lernziele:
Nach erfolgreichem Abschluss des Moduls verfügen die Student*innen über eine klare Vorstellung von den Veränderungen, die sich im Zusammenhang mit „Altern, Tod und Sterben“ im 20. Jahrhundert bis zur Gegenwart in Europa und den USA ergeben haben.
Die Student*innen sind in der Lage, einschlägige Primärtexte soziologischer Klassiker als auch zeitgenössischer Autor*innen zu verstehen, zu interpretieren, zu referieren und sie in den thematischen Zusammenhang des Seminars einzuordnen.


[letzte Änderung 27.11.2024]
Inhalt:
Der plötzlich über einen kommende Tod ohne die Möglichkeit, sich auf ihn vorzuberei-ten, war lange für die Menschen in Europa mit größter Angst besetzt. Aktuelle soziologi-sche Umfragen in der deutschen Gegenwartsgesellschaft zeugen vom genauen Gegen-teil: Gefragt, wie sie sterben möchten, antworten bei weitem die meisten Menschen, dass sie „plötzlich und unerwartet“ sterben möchten. Dem korrespondiert, dass gegen-wärtig die Angst vor dem Tod keine Konjunktur hat, wohl aber die Angst vor dem Ster-ben. Denn das Sterben hat sich im zwanzigsten Jahrhundert mit dem Fortschritt der Me-dizin historisch erstmals als eigene Phase vom Tod entkoppelt. Die soziologische Analyse dieser Angst vor dem Sterben zeigt, dass die oft qualvollen langen Phasen des Sterbens, verknüpft mit Autonomieverlust und körperlicher Entstellung, als Zerstörung des zivilisa-torisch erreichten Niveaus der Menschen wahrgenommen werden. Die Menschen fürch-ten sich vor dem „sozialen Sterben“.

[letzte Änderung 27.11.2024]
Literatur:
•        Ariès, Philippe: Geschichte des Todes. München 2002.
•        Dreßke, Stefan: Sterben im Hospiz. Der Alltag in einer alternativen Pflegeeinrich-tung,Frankfurt am Main/ New York 2005.
•        Elias, Norbert: Über den Prozeß der Zivilisation. Soziogenetische und
•        psychogenetische Untersuchungen, 2 Bde., Frankfurt am Main 1997.
•        Glaser, Barney G./Strauss, Anselm L. (1974/orig. 1965): Interaktion mit Sterben-den. Beobachtungen für Ärzte, Schwestern, Seelsorger und Angehörige. Göttin-gen: Van- denhoeck & Ruprecht [Original-Titel: Awareness of Dying.
•        Goffman, Erving: Die Territorien des Selbst, in: ders.: Das Individuum im öffentli-chen Austausch. Mikrostudien zur öffentlichen Ordnung, Frankfurt am Main 1982, S.54-97.
•        Hahn, Alois: Einstellungen zum Tod und ihre soziale Bedingtheit. Freiburg 1969.
•        Hoffmann, Matthias: „Sterben? Am liebsten plötzlich und unerwartet.“ Die Angst vor dem sozialen Sterben, Wiesbaden 2011.
•        Schlingensief, Christoph: So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein! Ta-gebuch einer Krebserkrankung, Köln 2009.
•        Sudnow, David: Passing on. The Social Organization of Dying, New Jersey 1967.


[letzte Änderung 27.11.2024]
[Fri Apr  4 00:05:06 CEST 2025, CKEY=satus, BKEY=sp3, CID=BSP-24.77, LANGUAGE=de, DATE=04.04.2025]