|
|
Code: BSP-24.77 |
|
2S (2 Semesterwochenstunden) |
3 |
Studiensemester: 6 |
Pflichtfach: nein |
Arbeitssprache:
Deutsch |
Studienleistungen (lt. Studienordnung/ASPO-Anlage):
Seminarbeitrag |
Prüfungsart:
Seminarbeitrag
[letzte Änderung 27.11.2024]
|
BSP-24.77 (P322-0209) Soziale Arbeit und Pädagogik der Kindheit, Bachelor, ASPO 01.10.2019
, 6. Semester, Wahlpflichtfach
|
Die Präsenzzeit dieses Moduls umfasst bei 15 Semesterwochen 30 Veranstaltungsstunden (= 22.5 Zeitstunden). Der Gesamtumfang des Moduls beträgt bei 3 Creditpoints 90 Stunden (30 Std/ECTS). Daher stehen für die Vor- und Nachbereitung der Veranstaltung zusammen mit der Prüfungsvorbereitung 67.5 Stunden zur Verfügung.
|
Empfohlene Voraussetzungen (Module):
Keine.
|
Als Vorkenntnis empfohlen für Module:
|
Modulverantwortung:
Studienleitung |
Dozent/innen: Studienleitung
[letzte Änderung 27.11.2024]
|
Lernziele:
Nach erfolgreichem Abschluss des Moduls verfügen die Student*innen über eine klare Vorstellung von den Veränderungen, die sich im Zusammenhang mit „Altern, Tod und Sterben“ im 20. Jahrhundert bis zur Gegenwart in Europa und den USA ergeben haben. Die Student*innen sind in der Lage, einschlägige Primärtexte soziologischer Klassiker als auch zeitgenössischer Autor*innen zu verstehen, zu interpretieren, zu referieren und sie in den thematischen Zusammenhang des Seminars einzuordnen.
[letzte Änderung 27.11.2024]
|
Inhalt:
Der plötzlich über einen kommende Tod ohne die Möglichkeit, sich auf ihn vorzuberei-ten, war lange für die Menschen in Europa mit größter Angst besetzt. Aktuelle soziologi-sche Umfragen in der deutschen Gegenwartsgesellschaft zeugen vom genauen Gegen-teil: Gefragt, wie sie sterben möchten, antworten bei weitem die meisten Menschen, dass sie „plötzlich und unerwartet“ sterben möchten. Dem korrespondiert, dass gegen-wärtig die Angst vor dem Tod keine Konjunktur hat, wohl aber die Angst vor dem Ster-ben. Denn das Sterben hat sich im zwanzigsten Jahrhundert mit dem Fortschritt der Me-dizin historisch erstmals als eigene Phase vom Tod entkoppelt. Die soziologische Analyse dieser Angst vor dem Sterben zeigt, dass die oft qualvollen langen Phasen des Sterbens, verknüpft mit Autonomieverlust und körperlicher Entstellung, als Zerstörung des zivilisa-torisch erreichten Niveaus der Menschen wahrgenommen werden. Die Menschen fürch-ten sich vor dem „sozialen Sterben“.
[letzte Änderung 27.11.2024]
|
Literatur:
• Ariès, Philippe: Geschichte des Todes. München 2002. • Dreßke, Stefan: Sterben im Hospiz. Der Alltag in einer alternativen Pflegeeinrich-tung,Frankfurt am Main/ New York 2005. • Elias, Norbert: Über den Prozeß der Zivilisation. Soziogenetische und • psychogenetische Untersuchungen, 2 Bde., Frankfurt am Main 1997. • Glaser, Barney G./Strauss, Anselm L. (1974/orig. 1965): Interaktion mit Sterben-den. Beobachtungen für Ärzte, Schwestern, Seelsorger und Angehörige. Göttin-gen: Van- denhoeck & Ruprecht [Original-Titel: Awareness of Dying. • Goffman, Erving: Die Territorien des Selbst, in: ders.: Das Individuum im öffentli-chen Austausch. Mikrostudien zur öffentlichen Ordnung, Frankfurt am Main 1982, S.54-97. • Hahn, Alois: Einstellungen zum Tod und ihre soziale Bedingtheit. Freiburg 1969. • Hoffmann, Matthias: „Sterben? Am liebsten plötzlich und unerwartet.“ Die Angst vor dem sozialen Sterben, Wiesbaden 2011. • Schlingensief, Christoph: So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein! Ta-gebuch einer Krebserkrankung, Köln 2009. • Sudnow, David: Passing on. The Social Organization of Dying, New Jersey 1967.
[letzte Änderung 27.11.2024]
|