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Code: BSP-24.272 |
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2EX (2 Semesterwochenstunden) |
3 |
Studiensemester: 6 |
Pflichtfach: nein |
Arbeitssprache:
Deutsch |
Studienleistungen (lt. Studienordnung/ASPO-Anlage):
Seminarbeitrag |
Prüfungsart:
Seminarbeitrag
[letzte Änderung 27.11.2024]
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BSP-24.272 (P322-0543) Soziale Arbeit und Pädagogik der Kindheit, Bachelor, ASPO 01.10.2019
, 6. Semester, Wahlpflichtfach
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Die Präsenzzeit dieses Moduls umfasst bei 15 Semesterwochen 30 Veranstaltungsstunden (= 22.5 Zeitstunden). Der Gesamtumfang des Moduls beträgt bei 3 Creditpoints 90 Stunden (30 Std/ECTS). Daher stehen für die Vor- und Nachbereitung der Veranstaltung zusammen mit der Prüfungsvorbereitung 67.5 Stunden zur Verfügung.
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Empfohlene Voraussetzungen (Module):
Keine.
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Als Vorkenntnis empfohlen für Module:
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Modulverantwortung:
Studienleitung |
Dozent/innen: Studienleitung
[letzte Änderung 27.11.2024]
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Lernziele:
[noch nicht erfasst]
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Inhalt:
Die Realität der sozialarbeiterischen Praxis wird zunehmend dominiert durch die systematisch ineinander verschränkten Pole der Kontrolle und der Hilfe, wobei mittlerweile zu konstatieren ist, dass die Kontrollfunktion zum leitenden Faktor sich entwickelt (vgl. Kühne et al. 2017, S. 332 – unter Bezugnahme auf das 1973 von Böhnisch / Lösch formulierte „Doppelmandat“ der SoA). Vor diesem Hintergrund geraten üblicherweise der situative Rahmen und die „tiefer liegenden“ Motivationen der AdressatInnen der Sozialen Arbeit aus dem Blick. Diese Entwicklung korrespondiert nicht wirklich mit der Selbstdefinition Sozialer Arbeit, wie sie z.B. von der IFSW – oder auch von Silvia Staub-Bernasconi (als „Menschenrechtsprofession“) – formuliert wird. Es stellt sich also die Frage, ob nicht alternative Ansätze in der Sozialen Arbeit als Anschauungsmaterial und „Mutmacher“ für die eigene künftige berufliche Perspektive sich finden lassen. Eine solche Chance bietet sich naturgemäß gerade in sozialen Räumen, die durch die „große Zahl“ markiert werden – und welcher Ort wäre hierfür geeigneter als Berlin? Hier finden sich zugleich drei politische Ebenen: Kommune – Land – Bund; eine Vielzahl sozialarbeiterisch relevanter Akteure: Privatinitiativen, Vereine, freie, öffentliche oder kirchliche Träger, staatliche Verwaltungseinheiten etc. und eine buntes Spektrum unterschiedlicher sozialarbeiterischer Aktivitäten. Im Rahmen der Studienexkursion sollen sozialarbeiterisch relevante Einrichtungen, die sich – mal deutlicher, mal weniger deutlich - im Sinne einer „Kritischen Sozialen Arbeit“ um eine Sicherung bzw. Förderung zivilgesellschaftlichen Engagements und der Solidarität in vergemeinschafteten Gemeinwesen bemühen, besichtigt und diskutiert werden. Hierunter sind • aktuell-praktische Projekte, wie z.B. die antipsychiatrische Einrichtung „Villa Stöckle“, das „Nachbarschaftshaus Urbanstraße“, das „Ramba-Zamba-Theater“ oder die „Arche“, • sozial-historische Vorbilder gelebter Solidarität mit unterdrückten, benachteiligten oder gefährdeten Gruppen, wie sie z.B. in der „Blindenwerkstatt Otto Weidt“ zum Ausdruck kamen, oder die • kulturhistorische Erinnerungen an, sowie die Vergegenwärtigung menschenfeindlicher Exzesse, wie sie z.B. in der „Topographie des Terrors“, im „Birkenau-Zyklus“ von Gerhard Richter, oder in den sozialkritischen Werken von George Grosz wachgehalten werden, zu verstehen. Die Vor-Ort-Besichtigungen werden eingeleitet durch kurze seminaristische Workshops. Daneben werden für eigeninitiative Erkundungen und Besichtigungen Zeitbudgets vorgehalten. Abgerundet wird die Exkursion durch einen Besuch im Deutschen Bundestag und ein Treffen mit der Saarbrücker BT-Abgeordneten Josephine Ortleb sowie der Besichtigung von Reichstag (inkl. Bundestagsdebatte) und Reichstagskuppel. Die Teilnahme an der Exkursion beinhaltet ein Vorbereitungstreffen, die inhaltliche Vorbereitung zu sowie die Moderation der einzelnen „Etappen“ unserer Exkursion, sowie eine vierstündige Nachbesprechung.
[letzte Änderung 27.11.2024]
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Sonstige Informationen:
Die Teilnahme an der Exkursion ist mit Kosten verbunden! Kurzfristig ist von den Teilnehmenden ein Eigenbeitrag in Höhe von etwa 250,- € zu entrichten! Daneben werden seitens der Fakultät und seitens des Bundestages Zuschüsse zur Deckung der Reisekosten gewährt. Die Anreise erfolgt per Gruppenfahrt mit der DB montags in der Frühe ab Hbf. Saarbrücken, als Unterkunft (Ü/F) wird eine Jugendherberge in Berlin zur Verfügung stehen.
[letzte Änderung 27.11.2024]
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Literatur:
Ulrike Eichinger / Barbara Schäuble (Hrsg.) (2022). Konfliktanalysen: Element einer kriti-schen Sozialen Arbeit. Wiesbaden: Springer. Jan Wehrheim (Hrsg.) (2021), Sanfte Kontrolle? (…) Weinheim: Betz Juventa.
[letzte Änderung 27.11.2024]
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