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Sicherheitsanalysen, -konzepte und rechtswidrige Eingriffe Dritter

Modulbezeichnung:
Bezeichnung des Moduls innerhalb des Studiengangs. Sie soll eine präzise und verständliche Überschrift des Modulinhalts darstellen.
Sicherheitsanalysen, -konzepte und rechtswidrige Eingriffe Dritter
Studiengang:
Studiengang mit Beginn der Gültigkeit der betreffenden ASPO-Anlage/Studienordnung des Studiengangs, in dem dieses Modul zum Studienprogramm gehört (=Start der ersten Erstsemester-Kohorte, die nach dieser Ordnung studiert).
Sicherheitsmanagement, Master, Ordnung 01.10.2026
Code: MSM330
SAP-Submodul-Nr.:
Die Prüfungsverwaltung mittels SAP-SLCM vergibt für jede Prüfungsart in einem Modul eine SAP-Submodul-Nr (= P-Nummer). Gleiche Module in unterschiedlichen Studiengängen haben bei gleicher Prüfungsart die gleiche SAP-Submodul-Nr..
P520-0068
SWS/Lehrform:
Die Anzahl der Semesterwochenstunden (SWS) wird als Zusammensetzung von Vorlesungsstunden (V), Übungsstunden (U), Praktikumsstunden (P) oder Projektarbeitsstunden (PA) angegeben. Beispielsweise besteht eine Veranstaltung der Form 2V+2U aus 2 Vorlesungsstunden und 2 Übungsstunden pro Woche.
90VS (90 Stunden)
ECTS-Punkte:
Die Anzahl der Punkte nach ECTS (Leistungspunkte, Kreditpunkte), die dem Studierenden bei erfolgreicher Ableistung des Moduls gutgeschrieben werden. Die ECTS-Punkte entscheiden über die Gewichtung des Fachs bei der Berechnung der Durchschnittsnote im Abschlusszeugnis. Jedem ECTS-Punkt entsprechen 30 studentische Arbeitsstunden (Anwesenheit, Vor- und Nachbereitung, Prüfungsvorbereitung, ggfs. Zeit zur Bearbeitung eines Projekts), verteilt über die gesamte Zeit des Semesters (26 Wochen).
6
Studiensemester: 3
Pflichtfach: ja
Arbeitssprache:
Deutsch
Prüfungsart:
Klausur (90 Minuten)

[letzte Änderung 21.05.2026]
Arbeitsaufwand:
Der Arbeitsaufwand des Studierenden, der für das erfolgreiche Absolvieren eines Moduls notwendig ist, ergibt sich aus den ECTS-Punkten. Jeder ECTS-Punkt steht in der Regel für 30 Arbeitsstunden. Die Arbeitsstunden umfassen Präsenzzeit (in den Vorlesungswochen), Vor- und Nachbereitung der Vorlesung, ggfs. Abfassung einer Projektarbeit und die Vorbereitung auf die Prüfung.

Die ECTS beziehen sich auf die gesamte formale Semesterdauer (01.04.-30.09. im Sommersemester, 01.10.-31.03. im Wintersemester).
Die Präsenzzeit dieses Moduls umfasst 90 Stunden. Der Gesamtumfang des Moduls beträgt bei 6 Creditpoints 150 Stunden. Daher stehen für die Vor- und Nachbereitung der Veranstaltung zusammen mit der Prüfungsvorbereitung 60 Stunden zur Verfügung.
Empfohlene Voraussetzungen (Module):
Keine.
Als Vorkenntnis empfohlen für Module:
Modulverantwortung:
Prof. Dr.-Ing. Michael Sauer, M.Sc.
Dozent/innen:
KHK Jörg Klein
Rafael Müller, M.A.
Sachverständiger Michael Öhlhorn


[letzte Änderung 30.09.2026]
Lernziele:
- Studierende können Sicherheitsanalysen für Unternehmen und Objekte durchführen und auf dieser Grundlage Sicherheitskonzepte erarbeiten,
- Gefahrenlagen einschätzen, die durch plötzlich auftretende Ereignisse oder Handlungen Dritter innerhalb oder außerhalb eines Unternehmens entstehen oder bereits entstanden sind,
- Handlungsmöglichkeiten zur Gefahrenabwehr vorschlagen oder in Eigeninitiative ergreifen,
- ein effektives Krisenmanagement im Unternehmen aufbauen und betreiben,
- sind in der Lage, Sicherheitskonzepte für temporäre Veranstaltungen im Open-Air-Bereich wie Konzerte, Public Viewing, Stadt- und Schützenfeste, Umzüge etc. zu entwickeln,
- einschlägige Gesetze und Verordnungen anwenden,
- werden die entsprechend der Lage einzubeziehenden Organisationen bzw. Ämter und Behörden verständigen und aktive rechtskonforme Mitwirkung fördern,
- externe Dienstleister auf diesem Gebiet beurteilen und deren Beauftragung qualifiziert begründen oder auch ablehnen,
- wenden in Modul MSM 320 erlernte Kenntnisse in der Praxis an.

[letzte Änderung 30.09.2026]
Inhalt:
Sicherheitsanalysen und -konzepte für Unternehmen und ortsfeste Objekte:
- Rechtliche Disposition
- Corporate Security Ansatz
- Erfassung der Ist-Situation/Bestandsaufnahme
- Implementierung eines ganzheitlichen Risikomanagements nach internationalen Standards (DIN ISO 31000)
- Ableitung und Definition von technischen, organisatorischen und personellen Maßnahmen
- Kosten-Nutzen-Rechnung
- Nachhaltige Integration von Sicherheitskonzepten (Sicherheitskultur, Change-Management und Überwachung)
- Technologisierung und Controlling
 
Personen- und Objektschutz:
- Grundlagen des Personenschutzes
   - behördlicher und privater Personenschutz
   - besondere baulich-technische Maßnahmen des Personenschutzes (Panikraum)
- Grundlagen des Objektschutzes
   - Die drei Säulen der Sicherheit
   - Sicherung ortsfester Objekte
   - Widerstandswert und Interventionszeit
 
Krisenmanagement und Business Continuity Management:
- Rechtliche Disposition
- BC-Management Prozess (Identifizierung von Störungspotenzial, Ursachenanalyse, Kontinuitätsstrategien und Evaluation)
- Krisenbegriff und – ursachen
- Aufstellung und Implementierung eines Krisenplans
- Praktische Arbeit im Krisenstab
- Krisenkommunikation
- Krisenprävention
- Durchführung und Anlage von Übungen in Unternehmen
 
Schutz temporäre Veranstaltungen:
- Veranstaltungsplanung, (z.B. Einfahrtschutz, Positionierung LKW-Sperren, Barrikaden, Verkehrsplanung, Brandschutz)
- Sicherheit der Veranstaltungstechnik, (Licht, Ton, offene Flammen)
- Sicherstellung panikfreien Personenflusses, (Eingangs-/Ausgangsquerschnitte) mit Evakuierungskonzept
- Einsatzkräfteberechnung und Einsatzkonzept für Security und Sanitätsdienst
- Lärmschutz, Jugend- und Kinderschutz
- Sicherstellung Kommunikation zwischen Sicherheitskräften incl. Polizei und Feuerwehr
- Erstellung von Plänen, (z.B. Außenanlagen, Stände, Bühnen, Bestuhlung)
- Flucht und Rettung, (Feuerwehreinsatz, Verkehrsplan, ggf. Hubschrauberlandeplatz)
 
Rechtswidrige Eingriffe Dritter:
Sicherheitsbehörden und privates Sicherheitsgewerbe
- Aufbau und Aufgaben der Polizei
- Zusammenarbeit von Polizei und privatem Sicherheitsgewerbe
- Strukturen der Rechtsordnung (Einführung)
- Behördliche Sonderbetretungsrechte
- Verhalten bei strafprozessualen Durchsuchungen im Unternehmen
- Verhalten bei Maßnahmen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit im Unternehmen
 
Auskunftsersuchen in strafprozessualen Ermittlungsverfahren:
Kriminalität und Kriminalwissenschaften
- Grundlagen der Kriminalistik, der Kriminologie und der Kriminalprävention
- Behördliche Lagebilder und deren Nutzung für die Erstellung von Sicherheitskonzepten
- Innentäter (auch pre-employment screening)
 
Wirtschaftsschutz:
- Bitkom-Studie
- Wirtschaftsspionage, Konkurrenzausspähung und Proliferation
- Hybride Bedrohungen
- Low-Level-Agents
- Informationsschutz in Unternehmen
- Hinweisgeberschutzgesetz


[letzte Änderung 30.09.2026]
Weitere Lehrmethoden und Medien:
Vorlesung mit elektronischen Hilfsmitteln, E-Learning-Tools, Gruppenarbeit, Diskussionen zwischen Studierenden und Dozenten

[letzte Änderung 21.05.2026]
Sonstige Informationen:
- Verwaltungsvorschrift über Organisation und Aufgabenverteilung der Behörden der saarländischen Vollzugspolizei
- aktuelle Gesetzestexte (z.B. Grundgesetz, Strafgesetzbuch, Strafnebengesetze, Strafprozessordnung, Bürgerliches Gesetzbuch, Saarländisches Polizeigesetz, Gesetz über das Bundeskriminalamt und die Zusammenarbeit des Bundes und der Länder in kriminalpolizeilichen Angelegenheiten)


[letzte Änderung 24.05.2026]
Literatur:
- Bell, B., et al: Fachkraft/Servicekraft für Schutz und Sicherheit, Boorberg Verlag. 2. Auflage., 2010
- Jaeger, R. (Hrsg.), et al: Fachbuch Kriminalistische Kompetenz. Schmidt-Römhild Verlag., 2003
- Waetke, Th.: Rechtshandbuch der Veranstaltungspraxis. Eventfaq. 5. Auflage. www.eventfaq.de, 2014
- Tenckhoff, B., Siegmann, S.:  Vernetztes Betriebssicherheitsmanagement (BSM). Dr. Curt Haefner Verlag, 2009
- Trauboth, J.: Krisenmanagement bei Unternehmensbedrohungen, Boorberg  Verlag. Vabeg, 2016
- Zell, M.: Erfolgreiches Krisenmanagement im Unternehmen - Nachhaltige Krisenbewältigung und Steigerung der Resilienz durch Innovationen, Springer Gabler, 2023
- Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe: Problemstudie: Risiken in Deutschland, 2005
- Bundesamt für Verfassungsschutz für die Verfassungsschutzbehörden des Bundes und der Länder: Wirtschaftsspionage. Risiko für Unternehmen, Wissenschaft und Forschung, 2014
- Innenministerium des Saarlandes (2025): Kriminologische Regionalanalyse für die Landeshauptstadt Saarbrücken. Wiesbaden: Springer VS.
- Bundeskriminalamt (Hrsg.): Wirtschaftskriminalität. Bundeslagebild, 2014
- Bundeskriminalamt. Zentralstelle für Verdachtsmeldungen. FIU Deutschland (Hrsg.): Jahresbericht für Deutschland, 2014
- Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen (Hrsg.): Korruptionsprävention für Banken und Wirtschaftsunternehmen, 2014
- PriceWaterhouseCoopers (Hrsg.): Wirtschaftskriminalität in der analogen und digitalen Wirtschaft, 2016
- Starke, H., et al.: Praxisleitfaden Versammlungsstättenverordnung. Ein Anwendungsbuch für Berufspraxis, Ausbildung, Betrieb und Verwaltung. XEMP Verlag., 2004
- Starke, H., et al.: Pocketguide Sport Events: Richtlinien, Daten und Fakten zur Durchführung von Sport- und Großveranstaltungen. XEMP Verlag, 2006
- Taschenlexikon Eventsafety. 5. Auflage., www.vabeg.com, 2016
- Saarländisches Verfassungsschutzgesetz, Berlin/Boston, 2019

[letzte Änderung 24.08.2026]
[Thu Oct  1 01:25:32 CEST 2026, CKEY=ssxus, BKEY=shm2, CID=MSM330, LANGUAGE=de, DATE=01.10.2026]