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Verhaltensorientierte VWL

Modulbezeichnung:
Bezeichnung des Moduls innerhalb des Studiengangs. Sie soll eine präzise und verständliche Überschrift des Modulinhalts darstellen.
Verhaltensorientierte VWL
Studiengang:
Studiengang mit Beginn der Gültigkeit der betreffenden ASPO-Anlage/Studienordnung des Studiengangs, in dem dieses Modul zum Studienprogramm gehört (=Start der ersten Erstsemester-Kohorte, die nach dieser Ordnung studiert).
Wirtschaftspsychologie, Bachelor, Ordnung 01.10.2026
Code: BWP-302
SAP-Submodul-Nr.:
Die Prüfungsverwaltung mittels SAP-SLCM vergibt für jede Prüfungsart in einem Modul eine SAP-Submodul-Nr (= P-Nummer). Gleiche Module in unterschiedlichen Studiengängen haben bei gleicher Prüfungsart die gleiche SAP-Submodul-Nr..
P470-0014
SWS/Lehrform:
Die Anzahl der Semesterwochenstunden (SWS) wird als Zusammensetzung von Vorlesungsstunden (V), Übungsstunden (U), Praktikumsstunden (P) oder Projektarbeitsstunden (PA) angegeben. Beispielsweise besteht eine Veranstaltung der Form 2V+2U aus 2 Vorlesungsstunden und 2 Übungsstunden pro Woche.
-
ECTS-Punkte:
Die Anzahl der Punkte nach ECTS (Leistungspunkte, Kreditpunkte), die dem Studierenden bei erfolgreicher Ableistung des Moduls gutgeschrieben werden. Die ECTS-Punkte entscheiden über die Gewichtung des Fachs bei der Berechnung der Durchschnittsnote im Abschlusszeugnis. Jedem ECTS-Punkt entsprechen 30 studentische Arbeitsstunden (Anwesenheit, Vor- und Nachbereitung, Prüfungsvorbereitung, ggfs. Zeit zur Bearbeitung eines Projekts), verteilt über die gesamte Zeit des Semesters (26 Wochen).
5
Studiensemester: 3
Pflichtfach: ja
Arbeitssprache:
Deutsch
Prüfungsart:
Klausur

[letzte Änderung 20.08.2026]
Verwendbarkeit / Zuordnung zum Curriculum:
Alle Studienprogramme, die das Modul enthalten mit Jahresangabe der entsprechenden Studienordnung / ASPO-Anlage.

BWP-302 (P470-0014) Wirtschaftspsychologie, Bachelor, Ordnung 01.10.2026 , 3. Semester, Pflichtfach
Arbeitsaufwand:
Der Arbeitsaufwand des Studierenden, der für das erfolgreiche Absolvieren eines Moduls notwendig ist, ergibt sich aus den ECTS-Punkten. Jeder ECTS-Punkt steht in der Regel für 30 Arbeitsstunden. Die Arbeitsstunden umfassen Präsenzzeit (in den Vorlesungswochen), Vor- und Nachbereitung der Vorlesung, ggfs. Abfassung einer Projektarbeit und die Vorbereitung auf die Prüfung.

Die ECTS beziehen sich auf die gesamte formale Semesterdauer (01.04.-30.09. im Sommersemester, 01.10.-31.03. im Wintersemester).
Der Gesamtaufwand des Moduls beträgt 150 Arbeitsstunden.
Empfohlene Voraussetzungen (Module):
Keine.
Als Vorkenntnis empfohlen für Module:
Modulverantwortung:
Prof. Dr. Markus Münter
Dozent/innen: Prof. Dr. Markus Münter

[letzte Änderung 22.05.2026]
Lernziele:
Nach Abschluss der Veranstaltung können die Studierenden:
- grundlegende verhaltensökonomische Begriffe und Inhalte wiederzugeben, zu beschreiben und in einen Zusammenhang zu bringen,
- Modelle zur Erklärung individueller und kollektiver Entscheidungen unter Einbeziehung psychologischer Heuristiken und Biases anwenden,
- wichtige Bereiche und Methoden der experimentellen Wirtschaftsforschung einordnen,
- Bedeutung der kognitiven Psychologie und der begrenzten Rationalität für die mikroökonomische Theorie und für reale Märkte erläutern,
- erworbenen Kenntnisse kleinere verhaltensökonomische Fragestellungen in Form von Fallstudien und Experimenten aus der Praxis selbstständig bearbeiten.


[letzte Änderung 20.08.2026]
Inhalt:
Mikroökonomische Entscheidungstheorie (Erwartungsnutzentheorie, Homo Oeconomicus) und deren Grenzen
Risiko und Unsicherheit in menschlichen Entscheidungen
Psychologie in Märkten (Verhaltensanomalien, Preisbildung sowie marktkonforme Deregulierung versus staatliches Nudging)
Beschränkte Rationalität, Heuristiken und kognitive Verzerrungen (Biases) im menschlichen Entscheidungsprozess
Ansätze des verhaltensorientierten Managements (Behavioral Strategy, kognitive Fähigkeiten von Führungskräften, Debiasing)
Grundlagen der Spieltheorie und der Behavioral Game Theory
Grundlagen der Behavioral Finance (Anomalien auf Finanzmärkten, spekulative Blasen, Anlegerverhalten)

[letzte Änderung 20.08.2026]
Literatur:
Ben-David, I. / Graham, J. R. / Harvey, C. R. (2007): Managerial overconfidence and corporate policies, Working Paper 13711, National Bureau of Economic Research (NBER).
Camerer, C. F. / Loewenstein, G. / Rabin, M. (Hrsg.) (2011): Advances in behavioral economics, Princeton (Princeton University Press).
DellaVigna, S. (2009): Psychology and economics: evidence from the field, Journal of Economic Literature, Vol. 47, No. 2, S. 315–372.
Garbuio, M. / Lovallo, D. / Ketenciouglu, E. (2014): Behavioral economics and strategic decision making, in: The Oxford Handbook of Managerial Economics, Oxford/Boston, S. 204–226.
Kahneman, D. (2003): Maps of bounded rationality: psychology for behavioral economics, American Economic Review, Vol. 93, No. 5, S. 1449–1475.
Kahneman, D. (2011): Thinking, fast and slow, Princeton.
Münter, M. T. (2025): Mikroökonomie, Wettbewerb und strategisches Verhalten, Tübingen (Mohr Siebeck).
Powell, T. C. / Lovallo, D. / Fox, C. R. (2011): Behavioral strategy, Strategic Management Journal, Vol. 32, No. 13, S. 1369–1386.
Thaler, R. H. (2015): Misbehaving: the making of behavioral economics, New York (W. W. Norton & Company).
Wilkinson, N. / Klaes, M. (2017): An Introduction to Behavioral Economics; Palgrave MacMillan.

[letzte Änderung 20.08.2026]
[Wed Sep 16 22:06:18 CEST 2026, CKEY=wvv, BKEY=wpsy, CID=BWP-302, LANGUAGE=de, DATE=16.09.2026]